Landwirtschaftsausschuss – Ecker: „Grüne knicken vor ÖVP-Agrarlobby ein“

Wien (OTS/SK) - Der SPÖ-Antrag für eine Bio-Wende in der österreichischen Landwirtschaft wurde von ÖVP und Grüne im heutigen Landwirtschaftsausschuss abgelehnt. „Die Grünen haben ihren Anspruch als Umweltpartei längst aufgegeben. Sie knicken selbst hier vor der Agrarlobby der ÖVP ein und bringen einen komplett verwässerten Antrag ein, der reine ‚Augenauswischerei‘ ist“, so SPÖ-Landwirtschaftssprecherin Cornelia Ecker zum heutigen Umfaller der Grünen zur von der SPÖ geforderten Bio-Wende und Pestizide-Reduktion. „Aber die SPÖ wird hier nicht nachgeben und weiter Druck machen. Dann wird es uns wie beim Glyphosat gelingen, dass ÖVP und Grüne mitgehen müssen. Denn die Menschen wollen kein Gift in ihrer Nahrung und in der Umwelt“, so Ecker. ****

Die Grünen sollten sich ein Beispiel an EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen nehmen. Sie ist mit dem heute vorgelegten Green Deal, mit dem Ziel weniger Pestizide, Antibiotika und Düngemittel einzusetzen, fortschrittlicher als die Grünen. Sie ist nicht vor der mächtigen EU-Agrarlobby eingeknickt. „Die SPÖ will, dass in Österreich mit der Bio-Wende über 50 Prozent der Landwirtschaft als Biolandwirtschaft geführt wird, um nachfolgenden Generationen eine intakte Umwelt zu hinterlassen“, so Ecker.

Österreich hat alle Voraussetzungen, um als Bio-Vorzeigeland in der EU zu gelten. Um das zu erreichen, haben wir in unserem Antrag konkrete Maßnahmen formuliert, das geht etwa von einer Umstellung des Fördersystems mit verstärkter Unterstützung der Biolandwirtschaft, über Reduktion von Pestiziden und bienengefährlichen Insektiziden bis hin zur Forcierung von Regionalität und Qualität unserer Lebensmittel. „Die Gesundheit der Menschen muss Vorrang vor der Profitgier von Agrar- und Chemiekonzernen haben. Dafür werden wir weiterkämpfen“, so Ecker. (Schluss) sl/lp

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