Indien und Bangladesch: Millionen fliehen vor Superzyklon "Amphan"

Diakonie Katastrophenhilfe leistet Akuthilfe im Flüchtlingskamp bei den Rohingyia

Wien/Indien/Bangladesh (OTS) - In Indien und Bangladesch fliehen Millionen Menschen vor dem Superzyklon "Amphan", der an den Küsten der beiden Länder auf Land treffen wird. Experten warnen vor Flutwellen und Überschwemmungen. Dort ist auch das weltweit größte Flüchtlingslager Kutupalong im Bezirk Cox´s Bazar in Gefahr. Laut Prognosen könnte dieser heute mit einer Windgeschwindigkeit von 190-210 km/h an Land treffen. In den Küstengebieten wurden bereits Millionen Menschen evakuiert.

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist im Flüchtlingslager Kutupalong seit 2017 aktiv, als die staatenlose Minderheit der Rohingyia aus Myanmar nach ethnischen Säuberungen in ihrer Heimat dort angekommen sind. Seit 3 Jahren leben mehr als eine Million geflüchtete Rohingya in Bangladesch, 50% von ihnen sind minderjährig. „In dieser Akutsituation versuchen unsere Partner alles zu retten, was zu retten ist“, betont Maria Katharina Moser Direktorin der Diakonie und Sprecherin der Diakonie Katastrophenhilfe Österreich.

Aktuelle doppelte Bedrohung durch Covid19 und Zyklon Amphan

Am 13. Mai teilte die WHO mit, dass ein Rohingya Flüchtling positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet wurde. In den letzten Tagen kamen weitere Fälle dazu. Die Bemühungen einen größeren Ausbruch zu verhindern sind bisher auf Hochtouren gelaufen, aber die aktuellen Umstände sind widrig. „Die Lebensbedingungen in den Camps sind katastrophal, und die Eindämmung eines Corona-Ausbruches stellt unter diesen hygienischen Bedingungen auf engem Raum schon ohne Bedrohung durch einen Zyklon eine extreme Herausforderung dar“, unterstreicht Moser.

Zu alldem kommt jetzt noch die Gefahr durch den nahenden Zyklon Amphan, denn auch im Lager Kutupalong werden große Zerstörungen durch den Zyklon befürchtet. „Durch heftige Regenfälle und den starken Wind könnten die improvisierten Behausungen im Flüchtlingslager einfach weggeschwemmt werden, und dann ist auch dem Virus Tür und Tor geöffnet“, so Moser.

Die Diakonie Katastrophenhilfe braucht dringend Spenden, um in dieser Situation für das Nötigste sorgen zu können.

Diakonie Katastrophenhilfe bittet um Spenden für dringend benötigte Akuthilfe!

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