SPÖ: Nach jahrelangem Druck Glyphosatverbot endlich eingeleitet – Guter Tag für die Gesundheit der Menschen

SPÖ: Nach jahrelangem Druck Glyphosatverbot endlich eingeleitet – Guter Tag für die Gesundheit der Menschen

Wien (OTS/SK) - „Es ist ein guter Tag für die Gesundheit der Menschen in Österreich. Die SPÖ hat über Monate Druck ausgeübt, jetzt hat das Parlament das Notifikationsverfahren für das nationale Glyphosatverbot eingeleitet“, zeigt sich der stellvertretende SPÖ-Klubvorsitzende Jörg Leichtfried in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit SPÖ-Landwirtschaftssprecherin Cornelia Ecker und SPÖ-Umweltsprecherin Julia Herr erfreut über die jüngsten Entwicklungen zum Glyphosatverbot in Österreich. „Seit sieben Jahren kämpfe ich für das Glyphosatverbot und ganz überraschend wurde heute früh unser Antrag zur Notifizierung nach Brüssel geschickt“, freut sich Ecker. Damit kann im Juni ein endgültiges nationales Glyphosatverbot im Parlament beschlossen werden. Julia Herr betonte, dass, „Österreich hier mutig vorangehen und in der EU Vorreiter sein muss. Denn mit den großen Konzernen, die hinter Glyphosat stehen, liegt sehr viel Geld am Tisch. Diese Lobby ist groß und mächtig, anders wäre auch die jahrelange Blockade der ÖVP nicht zu erklären.“ ****

„Mit einem monatelangen würdelosen Ping-Pong-Spiel wurde das Verbot vorsätzlich verhindert. Parlamentsbeschlüsse sind dieser Regierung wenig wert, denn ein Mehrheitsbeschluss war Kurz und Kogler egal. Jetzt hat es auf Druck der SPÖ das Parlament selbst in die Hand genommen und das Notifizierungsverfahren eingeleitet“, so Leichtfried.

Die SPÖ-Landwirtschaftssprecherin Ecker fordert insgesamt eine deutliche Reduktion der Pestizide in der Landwirtschaft. „Corona hat gezeigt, Menschen mit einem guten Immunsystem überstehen diese Krankheit leichter. Wir wissen auch, dass Glyphosat, das Immunsystem schwächt und Studien haben gezeigt, dass sich Glyphosat in der Muttermilch, im Urin der Menschen findet, sowie in Gewässern oder im Bier“, so Ecker. Gespannt sei sie auch, so Ecker, über das Abstimmungsverhalten der Grünen im Juni.

Bereits im Juli 2019 hat der Nationalrat ein Glyphosatverbot beschlossen. „Und das war nur im freien Spiel der Kräfte und ohne ÖVP und deren Agrarlobby möglich“, betonte SPÖ-Umweltsprecherin Herr. Aber die EU-Kommission hat den Beschluss wegen fehlender Notifzierung abgelehnt, dieser Formfehler wurde von der Übergangsregierung nicht behoben. Ein neuerlicher Beschluss des Nationalrats wurde mit den Stimmen von SPÖ, FPÖ, NEOS und Grünen beschlossen. Damit wurde auch die zuständige Ministerin ganz klar aufgefordert, das Verbot an die EU-Kommission zur Notifizierung zu schicken. „Das ist nicht passiert. Bis heute nicht. Jetzt hat der Druck gewirkt“, freut sich Herr. Denn Glyphosat ist Ausdruck einer auf Profit getrimmten industriellen Landwirtschaft, die wir nicht mehr haben wollen. „Die Menschen warten schon lange auf das Verbot“, so Herr abschließend. (Schluss) up/sl/mp

Service: Fotos von der Pressekonferenz finden Sie hier:
https://tinyurl.com/y94j37ca

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Parlamentsklub
01/40110-3570
klub@spoe.at
https://klub.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0006