Grüne/Neßler: Erarbeitung eines Maßnahmenkonzepts gegen Gasthaussterben dringend notwendig

„Jedes Lokal das zusperren wird, ist eines zu viel“

Wien (OTS) - „Die letzten Wochen haben uns gezeigt, was Lokale, Restaurants und Wirtshäuser für uns alle bedeuten: sie sind Orte des Zusammenkommens und Austausches. Ob in kleinen Dörfern, oder großen Städten, ohne sie fehlt dem sozialen Gefüge ein zentraler Teil, der nicht ersetzt werden kann“, meint Barbara Neßler, Tourismussprecherin der Grünen.

„Viele heimische Geschäfte und Unternehmen sorgen sich um ihre Existenz, weil sie von der Kaufkraft vor Ort abhängig sind. Dazu kommt die Wettbewerbsverzerrung durch die großen Online-Konzerne und internationale Unternehmen, die kaum Steuern zahlen, im Gegensatz zu unseren heimischen Familienbetrieben oder lokalen Unternehmen“, meint Neßler und weiter: “Die heimischen Gastro-Betriebe sind nicht nur wichtige Arbeitgeber*innen, sondern auch wesentlich für die soziale Infrastruktur des Landes. Hinter ihnen stehen oft regionale Lieferketten, die zusätzlich zur Qualität beitragen“, sagt die grüne Tourismussprecherin.

Die Entwicklung des Gasthaussterbens habe aber schon lange vor der COVID19-Krise begonnen. Aus diesem Grund hat die Grüne Tourismussprecherin bereits im Regierungsübereinkommen ein „Maßnahmenkonzept gegen das Gasthaussterben“ hineinverhandelt. „Es ist zu befürchten, dass diese Problematik nach der Corona-Zeit verschärft wird.“ Daher fordert Neßler ein vehementes Vorgehen, um das Gasthaussterben, vor allem auf dem Land, einzudämmen:

„Ausreichend Budget und ein Maßnahmenkonzept gegen das Gasthaussterben, das gemeinsam mit den Wirtinnen und Wirten erarbeitet wird, ist unumgänglich. Insgesamt braucht es nach der Krise ein Konjunkturpaket, das unsere kleinteilige Wirtschaft stützt und fördert und für Fairness in der Verteilung sorgt“, zeigt sich Barbara Neßler entschlossen. „Denn mit jedem Lokal, das zusperren muss, verliert unsere Umgebung Charme und Lebensqualität.“

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