Bundesjugendvertretung: Weiter Fragezeichen für Ferienangebote und Kinderbetreuung!

Viele Eltern wissen nicht, wie ihre Kinder im Sommer betreut werden können. Ferienangebote der Jugendarbeit warten auf Details.

Wien (OTS) - Die Bundesjugendvertretung (BJV) macht auf große Unsicherheiten für Eltern und Anbieter von Ferienaktivitäten aufmerksam: „Eltern und Jugendorganisationen stehen derzeit vor großen Fragezeichen, was die Sommermonate betrifft“, zeigt BJV-Vorsitzende Isabella Steger auf.

Die Corona-Maßnahmen wirken sich nicht nur auf Schule und Kindergärten aus, sondern auch auf Betreuungs- und Bildungsangebote für Kinder in den Ferien. „Viele Eltern wissen nicht, wie sie die Kinderbetreuung in den Ferienmonaten bewerkstelligen können. Oftmals haben sie bereits während des Corona-Lockdowns ihren Urlaub in Anspruch nehmen müssen, Großeltern fallen als Betreuungspersonen aufgrund gesundheitlicher Risiken vielfach weg“, erklärt BJV-Vorsitzende Caroline Pavitsits.

Gleichzeitig ist für Jugendorganisationen und Eltern unklar, ob bewährte Aktivitäten wie Camps oder Sommerlager in diesem Jahr stattfinden können. „Kinder- und Jugendorganisationen sind zuverlässige Anbieter von qualitätsvollen Ferienaktivitäten. Camps, Ausflüge und Sommerlager unterschiedlichster Art haben lange Tradition und bieten altersgerechte Feriengestaltung. Sie sind ein jährlicher Fixpunkt für zahlreiche Kinder und Jugendliche“, so BJV-Vorsitzende Isabella Steger.

Details für Sommercamps

Positiv ortet die BJV, dass jetzt erste Informationen aus dem Jugend- und Sozialministerium laut wurden. Diese seien aber nicht ausreichend: „Leider sind mit den jetzigen Regelungen für Jugendarbeit und Beherbergungsbetriebe nicht alle Fragen beantwortet. Kinder- und Jugendorganisationen haben weiter mit vielen Unsicherheiten zu kämpfen, was zum Beispiel Übernachtungen in Zelten, Essensausgaben oder Abstandsregeln betrifft. Für die Durchführung der Sommeraktivitäten läuft inzwischen die Zeit davon. Das heißt auch, dass viele Eltern vor einem Sommerdilemma stehen“, so Steger.

„Eltern und Jugendorganisationen brauchen jetzt Planungssicherheit! Einige Angebote wurden bereits abgesagt, weitere werden folgen. Die Leidtragenden sind die Kinder und Jugendlichen. Wir rufen daher Jugendministerin Aschbacher und Gesundheitsminister Anschober auf, schnell weitere Details bereitzustellen“, so Pavitsits.

Kinderbetreuung macht keine Ferien

Insgesamt treten Mängel in den Kinderbetreuungsangeboten in diesem Sommer besonders deutlich zutage. So mussten Sommerschließzeiten von Kindergärten bereits bisher privat abgefedert werden. „Kinderbetreuung macht keine Ferien! Der Bedarf ist in diesem Jahr größer denn je“, so Pavitsits. Dabei würden sich die ungleichen Bedingungen für Familien weiter verschärfen, beispielsweise was die Angebote an leistbarer institutioneller Kinderbetreuung angeht.

„Wir rufen die Bundesregierung auf, beitragsfreie Ferienangebote und Betreuungsmöglichkeiten für alle Kinder sicherzustellen“, fordert Pavitsits. Dabei betont die Vorsitzende die Bedeutung eines einheitlichen Vorgehens für ganz Österreich: „Es darf nicht passieren, dass Kinder und Jugendliche je nach Wohnort vor völlig anderen Situationen stehen.“

Geht nicht um Golfplätze, sondern Familien

Abschließend verweisen die Vorsitzenden auf die Tragweite der Thematik: „Die letzten Wochen waren für viele Familien ein Drahtseilakt, für die Sommermonate darf es nicht noch weitere Belastungen geben! Auch die Jugendarbeit hat in der Corona-Zeit mit der schnellen Umstellung auf Online-Angebote Großartiges geleistet. Jetzt braucht es Sicherheit für die nächsten Monate“, so Steger. „Hier geht es nicht um Golfplätze oder Baumärkte, sondern um zahlreiche Familien, die mit Sorgen Richtung Sommer blicken“, untermauert Pavitsits.

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