Lindner/Heinisch-Hosek: Österreich hat noch viel zu tun im Kampf gegen Homo-, Inter- und Transphobie!

Jährlicher ILGA-Europe-Bericht reiht Österreich nur auf Platz 17 in Europa

Wien (OTS/SK) - Jährlich veröffentlicht der europäische LGBTIQ-Verband ILGA Europe rechtzeitig zum Tag gegen Homo-, Inter- und Transphobie (IDAHIT) den „Rainbow Europe“-Bericht zur Situation der Menschenrechte in den einzelnen europäischen Ländern. Im jetzt präsentierten Bericht zum Jahr 2020 zeigt sich einmal mehr, dass gerade Österreich noch einen weiten Weg zur echten Gleichstellung von LGBTIQ-Personen zu gehen hat. Für die sozialdemokratische LGBTIQ-Organisation SoHo steht fest: „Dass Österreich trotz wegweisender Gerichtsentscheidungen nur auf Platz 17 in Europa und damit hinter fast jedem westlichen EU-Land liegt, zeigt, wie viel wir noch zu tun haben“, so SoHo-Bundesvorsitzender Mario Lindner. „Leider hat sich das Standing Österreichs im Vergleich zu den Vorjahren de facto kaum geändert. Für uns ist das ein klarer Auftrag, weiterhin mit voller Kraft gegen jede rechtliche und gesellschaftliche Diskriminierung aufzutreten.“ ****

Unterstützung bekommt die SoHo dabei von der SPÖ-Gleichbehandlungssprecherin im Nationalrat, Gabriele Heinisch-Hosek: „Der Kampf gegen Diskriminierung ist eine Aufgabe, die uns alle betrifft. Der ILGA-Europe-Bericht macht einmal mehr klar, dass es auch nach der ‚Ehe für ALLE‘ und dem Verbot von Konversionstherapien noch viel zu tun gibt. Die Sozialdemokratie kämpft dafür, dass Österreich endlich wieder zu den Vorreitern am Weg zu echter Gleichstellung gehört!“

Konkret kritisiert der „Rainbow Europe“-Bericht das Ausbleiben eines Verbots für geschlechtsangleichende Operationen an intergeschlechtlichen Kindern. Außerdem werden der fehlende Schutz gegen Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung im Privatleben, der besonders restriktive Zugang zum dritten Geschlechtseintrag und die fehlende Sicherstellung von guter sexueller und reproduktiver Bildung (insbesondere für lesbische, bisexuelle und Trans*-Frauen) beanstandet. Auch der De-Facto-Ausschluss von schwulen und bisexuellen Männern von der Blutspende durch eine 12-monatige Wartefrist wird angesprochen.

„Egal ob im Kampf um den gesetzlichen Diskriminierungsschutz, um die Rechte von intergeschlechtlichen und Trans*-Personen oder gegen die Diskriminierung bei der Blutspende – Österreich hat noch einen langen Weg vor sich! Es ist höchste Zeit, dass alle politischen Parteien die Lippenbekenntnisse und Ausreden beenden und wir gemeinsam die andauernden Diskriminierungen gegen die LGBTIQ-Community beseitigen“, so Lindner und Heinisch-Hosek abschließend. (Schluss) lp

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