FPÖ – Belakowitsch: FPÖ prüft Anzeige gegen Land Tirol

Neue Medienberichte offenbaren Missachtung von Vorgaben

Wien (OTS) - Kaum eine Woche vergeht, in der nicht neue Dokumente und Protokolle auftauchen, in denen das Tiroler Krisenmanagement rund um die Corona-Vorfälle in Ischgl dokumentiert wird. Konnte man bislang davon ausgehen, dass das Versagen in Tirol erst ab der Information aus Island über isländische Ischgl-Urlauber mit Corona-Infektion begann, legen Veröffentlichungen im Nachrichtenmagazin „profil“ nun den Schluss nahe, dass die Tiroler Behörden schon eine Woche davor den Erlass des Gesundheitsministeriums ignoriert haben. Für Dagmar Belakowitsch, stellvertretende FPÖ-Klubobfrau im Nationalrat, ist nun ein Punkt erreicht, an dem man nicht mehr länger zusehen könne: „Da können Tiroler ÖVP-Politiker noch so oft behaupten, es sei alles richtig gemacht worden und mit dem Einsetzen einer Untersuchungskommission auf Zeit spielen – es müssen angesichts der erdrückenden Beweislast nun Konsequenzen gezogen werden.“ Die FPÖ prüft eine Anzeige gegen das Land Tirol.

Durch die „Virenschleuder Ischgl“ wurden 11.000 Menschen in ganz Europa direkt oder indirekt angesteckt – das Virus gelangte vom Tiroler Wintersportort aus in 45 Länder auf fünf Kontinenten. Der Imageverlust für Ischgl, Tirol und Österreich ist enorm. „Diese Infektionszahlen entstehen nicht, wenn – wie in Tirol immer wieder betont wird – alles richtig gemacht wurde. Wir werden daher prüfen, ob das Land Tirol und seine Entscheidungsträger wegen Körperverletzung oder Gemeingefährdung angezeigt werden können“, so Belakowitsch, die nach wie vor vermutet, dass speziell in Ischgl die mächtige Tourismus- und Seilbahn-Lobby in Person von ÖVP-Nationalrat Franz Hörl ein verantwortungsvolles gesundheitspolitisches Handeln aus wirtschaftlichen Gründen und Profitgier verhindert hat.

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