Zum Tag gegen Homo-, Inter- und Transphobie: SoHo startet Kampagne gegen De-Facto-Blutspendeverbot!

SoHo-Lindner fordert mutige Schritte gegen Ausgrenzung und Diskriminierung in jedem Lebensbereich – „Die Zeit für Lippenbekenntnisse ist vorbei“

Wien (OTS/SK) - Entschiedenes und muitiges Vorgehen gegen jede Form der Ausgrenzung – das fordert die sozialdemokratische LGBTIQ-Organisation SoHo zum Tag gegen Homo-, Inter- und Transphobie (IDAHIT) am 17. Mai. Erst gestern zeigte die bisher größte Umfrage unter LGBTIQ-Personen in Europa, wie viel es auch hierzulande noch zu tun gibt, um endlich echte, vollständige Gleichstellung zu garantieren. In diesem Sinn startet die SoHo anlässlich des IDAHIT auch eine neue Online-Kampagne unter dem Motto „Schluss mit der Diskriminierung beim Blutspenden“! ****

SoHo-Bundesvorsitzender Mario Lindner stellt klar: „Gerade in Zeiten der Corona-Krise werden Blutspender_innen dringend gesucht, trotzdem sind schwule und bisexuelle Männer noch immer de facto vom Blutspenden ausgeschlossen. Das empört viele Menschen völlig zu Recht. Wir kämpfen dafür, dass die generelle Diskriminierung in diesem Bereich endlich ein Ende hat – es muss das persönliche Risikoverhalten zählen, nicht die sexuelle Orientierung!“ In Österreich gilt für Männer, die Sex mit Männern haben, ein 12-monatiges Blutspendeverbot. Erst kürzlich lehnte die schwarz-grüne Regierung einen Oppositionsantrag ab, der diesen De-Facto-Ausschluss geändert hätte und richtete eine Arbeitsgruppe ein. Die SoHo sammelt nun Unterschriften für ein rasches Ende der Diskriminierung.

„Es ist nicht so, als wäre das ein neues Thema. Wir diskutieren seit Jahren über ein Ende dieses Verbots. Länder wie Spanien, Bulgarien, Portugal und sogar Ungarn haben inzwischen einen modernen Zugang zur Blutspende eingeführt. Daran muss sich auch Österreich ein Vorbild nehmen“, so Lindner. Gemeinsam mit der SoHo hofft er angesichts des IDAHIT auf ein rasches Einlenken aller politischen Kräfte: „Die Frage, ob eine Diskriminierung beseitigt werden soll oder nicht, hat nichts mit Parteipolitik zu tun – da geht’s um Menschenrechte. Daran sollten wir alle uns orientieren!“

Mehr Infos zur SoHo-Kampagne finden Sie unter: http://www.soho.or.at/blutspende/

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