VGT-Recherche zeigt: Fasanerien im Nordburgenland werden bereits abgebaut!

Das Aussetzverbot von Fasanen, Enten und Rebhühnern im Burgenland ist am 22. April in Kraft getreten

Wien (OTS) - Weil die jahrzehntelange Erfahrung des VGT zeigt, dass eine Verbesserung des gesetzlichen Schutzes von Tieren oft von den Verursacher_innen des Leids, vor allem wenn es sich um alteingesessene Traditionen handelt, einfach ignoriert wird, haben Aktivist_innen des VGT im Burgenland begonnen, die bekannten Plätze zu beobachten, um sofort Anzeige zu erstatten, sollte die Jägerschaft tatsächlich Anstalten machen, auch heuer wieder auszusetzen. Im Nordburgenland wurde nun dokumentiert, dass in einigen Revieren der Abbau der Fasanerien tatsächlich begonnen hat. In derartigen Fasanerien werden die Vögel nämlich nach dem Ankauf aus Massentierhaltung deponiert, bis sie für die Jagd ausgesetzt werden. Ohne Aussetzen haben die Fasanerien keinen Wert mehr.

VGT-Obmann Martin Balluch ist erfreut: „Wieviele Jahrzehnte haben wir jedes Jahr aufs Neue diesem Trauerspiel zusehen müssen! Sehr gut, dass die ersten Fasanerien nun abgebaut werden. Doch nicht für alle diese Jäger_innen hat die Einhaltung von Gesetzen eine Bedeutung. Es werden sicherlich einige versuchen, heimlich weiter Zuchtvögel auszusetzen und abzuknallen. Wir rufen deshalb die Bevölkerung auf, bei Wanderungen in der Natur auf Ansammlungen von relativ zahmen Fasanen, Enten und Rebhühnern zu achten und in diesem Fall sofort den VGT zu verständigen. Wir werden den Sachverhalt dokumentieren und zur Anzeige bringen. Die Jägerschaft muss wissen, dass sie nicht im rechtsfreien Raum agiert und dass ihr auch draußen in der Natur viele Menschen auf die Finger schauen. Der VGT bekommt jedes Jahr hunderte Meldungen von verdächtigen Fallen, getöteten oder gefangenen Tieren, bedrohlichen Tafeln oder anderen mit der Jagd in Zusammenhang stehenden Eigenartigkeiten geschickt, die unsere Rechtsabteilung bearbeitet. Gemeinsam werden wir die Tiere und die Natur vor jenem Teil der Jägerschaft schützen, der noch immer der feudalen Jagdherrlichkeit frönt.“

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