NEOS Wien/Ornig: Sturheit der Behörden gefährdet Existenz der Marktstandler

Markus Ornig: „Schluss mit realitätsfernen Schikanen der Wiener Marktstandler!“

Wien (OTS) - Die Wiener Gastronomie darf morgen wieder aufsperren und die Wiener_innen freuen sich bei perfektem Frühlingswetter auf die ersten Konsumationen in den Schanigärten.

Leider wird die Vorfreude in dieser Woche getrübt. Über 20 Gastronomiebetrieben auf Wiener Märkten flatterte kurz vor der Eröffnung ein skurriler Bescheid des Wiener Marktamtes (MA 59) ins Haus.

Dieser besagt, dass ihre Schanigärten trotz positivem Bescheid ausgerechnet an Samstagen, wo 50% des Wochenumsatzes gemacht werden, nicht aufgestellt werden dürfen.

Grund: Zu wenig Platz wegen der Abstandsbestimmungen auf den Märkten.

Den betroffenen Unternehmen wird somit ein Gutteil ihrer Einkünfte am umsatzstärksten Markttag genommen.

Betroffen sind insgesamt immerhin 13% aller Marktstandbetreiber_innen an vier verschiedenen Wiener Märkten (Rochusmarkt, Schlingermarkt, Karmelitermarkt und Hannovermarkt).

„Bei den betroffenen Betrieben lösen solche Schreiben klarerweise keine Freudensprünge aus!“ sagt NEOS Wien Wirtschaftssprecher Markus Ornig. „Einer ohnehin durch die Corona-Maßnahmen besonders gebeutelten Branche ihren wohlverdienten Umsatz zu nehmen, ist ein weiterer harter Schlag. Vor allem die Kurzfristigkeit ist eine Frechheit.“

Wie betroffene Unternehmer_innen bei der heutigen Pressekonferenz erzählen, gab es im Vorfeld des Bescheides keinerlei Kommunikation in Richtung der Marktstandbetreiber_innen. Diese ist jedoch das Gebot der Stunde, um andere, für alle Seiten praktikable Lösungen zu finden.

„Wir haben den Bescheid kommentarlos zugestellt bekommen und sollen das einfach zur Kenntnis nehmen! Dabei gibt es bei uns genug Platz für alle, man müsste nur mit den Bauernmarktstandbetreiber_innen und mit uns reden, dann gibt es sicher eine Lösung!“ so Isabel Mantl-Kaas, die das „Kaas am Markt“ am Karmelitermarkt betreibt und von der Maßnahme direkt betroffen ist.

Amir Mustafa, Chef des ebenfalls betroffenen „Bosna Grill“ am Rochusmarkt dürfte seinen bereits genehmigten Schanigarten sogar erst öffnen, nachdem er schon geschlossen hat. „Ich dürfte den Schanigarten nicht vor 18 Uhr verwenden, schließe aber schon um 17 Uhr!“

Zudem verlangt das Marktamt die volle Summe für die Schanigärten - trotz der starken Einbußen. Somit wird von den ansässigen Standbetreiber_innen und von den Bauernmärkten doppelt kassiert, und niemand ist zufrieden.

„Hier sind die Verantwortlichen der Stadt Wien gefordert, den Unternehmer_innen zu helfen, anstatt sie durch völlig realitätsfremde Bescheide weiter zu belasten!“ so Markus Ornig

NEOS Wien verlangen daher folgende konkrete Umsetzungen:

  • Rasche Einzeltermine vonseiten des Marktamtes in Richtung der betroffenen Marktstandbetreiber_innen, um individuelle Lösungen für alle Betroffenen zu forcieren
  • Schanigarten-und Marktgebühren bis Ende des Jahres 2020 aussetzen

Die Pressekonferenz zum Nachsehen finden Sie unter https://www.facebook.com/watch/live/?v=244591756884004&ref=watch_permalink

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