Bayr fordert Solidarität mit Kleinbäuer*innen

Lieferketten fair gestalten

Wien (OTS/SK) - „Es braucht volle Solidarität mit kleinbäuerlichen Produzent*innen in den Ländern des globalen Südens in und nach der Corona Krise“, fordert Petra Bayr, SP-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, und ergänzt: „Ich unterstütze voll und ganz die Forderungen, die FAIRTRADE Österreich in einem offenen Brief an die Bundesregierung formuliert hat.“ Kleinbäuerliche Betriebe produzieren 80 Prozent der weltweit konsumierten Nahrungsmittel. Gleichzeit ist die Hälfte aller Hungernden auf dem Land Mitglied eines kleinbäuerlichen Familienbetriebs. Durch die Coronakrise wird die Zahl der Hungernden weiter ansteigen, mahnt Bayr und ruft die Regierung zum Handeln auf. ****

„Es ist höchst an der Zeit, dass Menschenrechte und ökologische Standards entlang der gesamten Lieferkette eingehalten werden. Lebensmittel aus sklavenähnlichen Arbeitsbedingungen haben am österreichischen Markt nichts verloren. Wir brauchen einen gesetzlichen Rahmen, der die Produzierenden vor Ausbeutung schützt“, fordert Bayr. Gerade während der Coronakrise ist die Verwundbarkeit der globalen Lieferketten mehr als deutlich zu sehen.

Diese Forderungen stellt FAIRTRADE Österreich an die Bundesregierung:

1. Die Sicherstellung, dass alle Maßnahmen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie die Wirtschaftssysteme des globalen Südens nicht zusätzlich schwächen und dass die weiteren Schritte dabei helfen, die Weltwirtschaft fairer und nachhaltiger zu gestalten.
2. Maßnahmen, um Lieferketten weltweit zu sichern sowie fairer zu gestalten und damit die globale Ernährungssicherheit zu gewährleisten.
3. Insbesondere bei der öffentlichen Beschaffung ein besonderes Augenmerk auf regionale und fair gehandelte Produkte legen und damit die Existenzgrundlage von Kleinbauernfamilien in Österreich und auch international sichern.
4. Einen intensiven Austausch und rasche, unbürokratische Unterstützung, wie die Zurverfügungstellung von Expertise und gegebenenfalls Impfstoffen in Afrika, Asien und Lateinamerika, um das Corona Virus möglichst rasch einzudämmen.

Hier geht es zum offenen Brief: https://tinyurl.com/yce4nhsu (Schluss) sc/mp

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