Unbekannte brachten Schweine-Vollspaltenboden-Protestplakat am AMA-Büro in Wien an

VGT hatte AMA-Schweine-Betrieb mit Vollspaltenboden und vernachlässigten Tieren aufgedeckt: AMA leugnete Zusammenhang, Betrieb bestätigte AMA-Gütesiegel

Wien (OTS) - Unbekannte haben ein Protestbanner mit dem Text „Tierleid unter dem AMA-Gütesiegel – Vollspaltenboden“ am Eingang zum Hauptsitz der Agrarmarkt Austria (AMA) angebracht. Damit wollen sie vermutlich darauf aufmerksam machen, dass die AMA, deren Gütesiegel den Eindruck einer besseren – österreichischen – Tierhaltung weckt, auch Schweinebetriebe mit dem grauenhaft tierquälerischen Beton-Vollspaltenboden ohne Stroheinstreu zertifiziert, wie kürzlich der VGT durch Fotos und Filmmaterial aus einer großen Schweinefabrik in Lichtenwörth aufgedeckt hat. Die Tiere waren dort dazu noch mit dem Slogan „aus artgerechter Haltung“ verkauft worden. Dabei ist diese Haltungsform die mieseste, die in der EU gerade noch zugelassen ist. Der VGT fordert, dass die AMA Schweinebetriebe mit Vollspaltenboden aus ihrem Gütesiegel ausschließt. Derartige Zustände dürfen nicht auch noch in irgendeiner Form positiv ausgelobt werden.

Nach Aufdeckung des Skandalbetriebs hatte die AMA noch auf Anfrage geleugnet, dass diese Schweinefabrik AMA zertifiziert ist, obwohl dem VGT eine derartige Zertifizierungsbestätigung für die Schweine des Betriebs am Schlachthof vorlag. Doch dann ging der Betriebsleiter selbst an die Öffentlichkeit und erklärte, dass seine Schweinefabrik mit Beton-Vollspaltenboden ohne Stroheinstreu ein AMA Gütesiegel führt.

VGT-Obmann Martin Balluch dazu: „Vollspaltenboden bedeutet, die Schweine müssen auf einem Betonboden ohne Stroheinsteu liegen, der durchgehend mit scharfkantigen, 1,8 cm breiten Spalten übersät ist. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass eine derartige Haltung bei 92 % der Schweine schmerzhafte Gelenksentzündungen hervorruft. Eine schlechtere Haltung würden selbst die miesen EU-Mindestbedingungen nicht mehr erlauben. Und so etwas erhält ein AMA-Gütesiegel? Wir hoffen sehr, dass die Verantwortlichen bei der AMA diese Einstellung überdenken und, wie beim Käfigei, das ebenfalls ausgelistet wurde, eine Verbesserung der Haltung für die Schweine, wie zumindest eine Stroheinstreu, für ihre Siegelvergabe fordern.“

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