Keine Versorgung mit ergotherapeutischen Schienen für Versicherte der ÖGK Wien!

Bewilligung und Kostenübernahme in den anderen Bundesländern hingegen gewährleistet.

Wien (OTS) - Seit Monaten bemüht sich Ergotherapie Austria, der Bundesverband der Ergotherapeutinnen und Ergotherapeuten Österreichs, - nach Hinweisen sowohl von behandelnden niedergelassenen Ergotherapeut*innen als auch von betroffenen Patient*innen – um eine Klärung der Situation mit der ÖGK. Trotz zahlreicher Gespräche ist es bis jetzt nicht gelungen, eine sichere Versorgung mit medizinisch notwendigen ergotherapeutischen Schienen zu erreichen – eine unhaltbare Situation – gerade auch in Zeiten der Corona-Krise.

Patient*innen in Wien erhalten keine Versorgung – Während individuell angefertigte ergotherapeutische Schienen für Versicherte der Österreichischen Gesundheitskasse in anderen Bundesländern weiterhin ohne Probleme vom chefärztlichen Dienst bewilligt und die Kosten dafür übernommen werden, haben Versicherte der Landesstelle Wien der ÖGK einen erheblichen bürokratischen Aufwand, um überhaupt eine Verordnung zu erwirken – oder warten danach monatelang auf die Kostenrückerstattung. „Viele meiner Patient*innen können sich nach akuten Verletzungen, operativen Eingriffen oder auch bei chronischen Erkrankungen wie Rheuma, die unbedingt notwendige Schienenversorgung nicht mehr leisten, oder müssen auf Fertigschienen zurückgreifen, die häufig sowohl von der Passform als auch der erforderlichen individuellen Funktion äußerst ungenügend sind“, formuliert Barbara Chalupny-Rainer, Ergotherapeutin in Wien, ihre Bedenken zur Situation.

Mit ihren Bedenken steht sie nicht alleine da, die Rückmeldungen vieler niedergelassener Ergotherapeut*innen machen die Situation deutlich. Patient*innen werden vor - und nun auch während - der Krise mit ihren Problemen alleine gelassen. Oftmals würde eine notwendige Schienenversorgung jedoch sogar bevorstehende Operationen nicht mehr notwendig machen, wie das Beispiel einer jungen Patientin zeigt, bei der eine anfängliche Beugekontraktur des kleinen Fingers so weit verbessert werden konnte, dass die geplante OP nun nicht mehr im Raum steht. Ein Nutzen sowohl für die Patientin als auch für das Gesundheitssystem.

Ein organisatorisches Problem – man sei um eine Lösung bemüht so die Auskunft, mit der von Seiten der Österreichischen Gesundheitskasse versucht wird, Ergotherapie Austria und damit auch die behandelnden Ergotherapeut*innen und betroffenen Patient*innen zu vertrösten. „Ich kann verstehen, dass die aktuelle Situation auch die ÖGK vor große Herausforderungen gestellt hat - dass man aber nicht in der Lage ist, eine notwendige Gesundheitsversorgung gerade in der Krise aufrechtzuerhalten, ist für mich nicht tolerierbar“ fasst Marion Hackl, Präsidentin von Ergotherapie Austria, die Situation zusammen.

Ergotherapie Austria fordert eine sofortige Lösung dieser unhaltbaren Situation, damit auch für die Versicherten der ÖGK Wien eine Versorgung sichergestellt ist - auch und gerade in Zeiten wie diesen!

Rückfragen & Kontakt:

Marion Hackl, Präsidentin Ergotherapie Austria
E‐Mail: m.hackl@ergotherapie.at | Tel: 0664 455 60 22
www.ergotherapie.at

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