AK Bankenmonitor: Bankgeschäfte kommen meist teurer zu stehen 1

Viele Banken drehten an Preisschraube – Im Schnitt rund zehn Spesen erhöht

Wien (OTS) - Bareinzahlung oder -auszahlung am Schalter, Überweisung und Co: Fünf von zwölf getesteten Banken haben für NeukundInnen an der Gebührenschraube gedreht – teilweise kräftig – und gleich mehrere Erhöhungen vorgenommen. Im Durchschnitt haben sie rund zehn Spesen um 3,70 Prozent angehoben. Das zeigt ein aktueller AK Bankenmonitor im Jahresvergleich bei zwölf Banken in Wien.

Die AK hat die Preise von 53 Dienstleistungen für NeukundInnen – Zahlungsverkehr, Sparen, Kredit, Wertpapiere – bei zwölf Banken in Wien im Jahresvergleich November 2018 zu November 2019 erhoben. Die Volksbank Wien hat trotz mehrmaligen Aufforderungen keine Preisaushänge übermittelt – so wie in den Vorjahren. Der AK Bankenmonitor zeigt: Fünf der zwölf untersuchten Banken haben zwischen vier (easybank, Hypo NÖ) und 18 (Bank Austria) Preise, Entgelte erhöht oder neue Gebühren eingeführt.

Sechs Banken haben die Preise bzw. Entgelte gleich gelassen: Erste Bank, Generali Bank, ING, Santander Consumer, WSK Bank und Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien – sie hat sogar eine Gebühr gesenkt.

Bei den Verteuerungen fielen insbesondere die Bank Austria mit 18 Erhöhungen auf (im Schnitt um 1,96 Prozent) sowie die bankdirekt mit zwölf Erhöhungen (um 1,13 Prozent). Die bankdirekt senkte zwei Preise des Wertpapiergeschäfts um rund 40 Prozent.

Die BAWAG P.S.K. verteuerte jeweils sieben ihrer Entgelte – in einem spürbaren Aus-maß von im Schnitt 12,29 Prozent. Ihre Online-Marke easybank erhöhte ihre Preise zwei-mal um im Schnitt satte 120,24 Prozent und führte zwei völlig neue Gebühren ein. Bei der Hypo NÖ gab es Preissteigerungen bei vier Entgelten um 5,43 Prozent.

Es gibt auch Preisausreißer, vor allem im Kassageschäft (Schalter) und Zahlungsverkehr. Einige Beispiele: So erhöhte die BAWAG P.S.K. die Gebühr für eine Bareinzahlung am Schalter auf ein fremdes Konto von 6,40 auf 9,90 Euro (plus 55 Prozent). Knapp zehn Euro für eine Barüberweisung kann man nur als Strafgebühr für nicht technikaffine, viel-fach ältere BankkundInnen bezeichnen. Bei der easybank müssen (Neu)KundInnen nun 3,90 Euro für eine Barauszahlung an der Kasse in einer BAWAG Filiale von ihrem eigenen Konto berappen – zuvor waren es noch 1,52 Euro bzw. gab es eine kostenloste Behe-bung pro Monat. Das ist eine Verteuerung um satte 156,58 Prozent. Die BAWAG P.S.K. hebt auch bei bestimmten Kontopaketen ein Entgelt für die Nutzung von Selbstbedienungsautomaten ein – war noch vor wenigen Jahren in der Kontoführungsgebühr inkludiert. KundInnen werden etwa mit 39 Cent zur Kasse gebeten, wenn sie beim kostengünstigsten Kontopaket (Kontobox Small) mehr als einmal pro Monat ihre Zahlungsaufträge völlig selbstständig am Überweisungsterminal abwickeln oder eine Bankomatabhebung machen.

Die AK setzt sich für #Gerechtigkeit ein. Seit 100 Jahren. #fürimmer.

(Forts.)

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