SPÖ Leopoldstadt: Prater öffnen und Arbeitsplätze retten!

Über 1.200 Arbeitsplätze stehen im Wiener Wurstlprater auf dem Spiel. Dem Vergnügungspark könnte das Lachen bald vergehen.

Wien (OTS) - Der Lockdown und die Unsicherheit darüber, wann wieder aufgesperrt werden darf, setzen den Unternehmen im Wiener Wurstlprater zu. Während die Gastronomie im Prater am 15. Mai öffnet, sollen die Schaustell- und Unterhaltungsbetriebe weiter geschlossen bleiben. „Das ist ein Spiel mit der Zeit“, so SP-Spitzenkandidat der Leopoldstadt Alexander Nikolai - er bangt um eine Institution: „der Prater ist Kulturgut und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Leopoldstadt. Wien ohne Prater? Das wäre wie Wien ohne Stephansdom! “

Arbeitsplätze in Gefahr

Mit einer Petition wenden sich die Praterbetriebe daher an Gesundheitsminister Rudolf Anschober und Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck, die Öffnung des Praters ab Mitte Mai zu genehmigen. „Wir haben in Österreich eine Rekordarbeitslosigkeit, in Wien waren mit Ende April 178.725 Menschen ohne Job. Wir reden hier von der Existenz von über 1.200 Menschen. Wenn nicht rasch gehandelt wird, könnte dem Vergnügungspark und seinen MitarbeiterInnen das Lachen bald vergehen“, so die stellvertretende Bezirksvorsteherin der Leopoldstadt Astrid Rompolt.

Unterschiedliche rechtliche Argumentation

Die Betreiber der Petition berufen sich auf die für Betriebsstätten und Veranstaltungen zuständige Magistratsabteilung 36. Demnach ist der Wurstlprater im Landesgesetz­ keine Veranstaltung­ im Sinne des Epidemiegesetzes. Die Forderung ist daher der Start des Betriebes im Prater (Schaustellerbetriebe und Gastronomie) im Rahmen des Epidemiegesetzes bis Mitte Mai 2020. Das Wiener Veranstaltungsgesetz hingegen zählt den Wurstlprater zu den „pratermäßigen Volksvergnügungen“. Für das Gesundheitsministerium, das die Verordnungen schreibt, macht das Wiener Landesgesetz den Prater zu einer Veranstaltung. Und Veranstaltungen seien nach aktuellem Stand bis Ende Juni verboten.

Hygienekonzept liegt vor

Die Praterbetreiber haben bereits alle notwendigen Vorarbeiten geleistet und ein umfangreiches Hygienekonzept erarbeitet, damit alle Maßnahmen eingehalten werden. Die meisten Fahrgeschäfte sind im Freien (Bspw.: Go Kart-Bahn, Autodrom, Dosenschießen). Dort wo im geschlossenen Raum gefahren wird (Geisterbahn, Märchenbahn), sind die Abstände ausreichend groß und der Aufenthalt zeitlich vorgegeben. Bei den Fahrgeschäften werden Bodenkleber auf die Vorschriften hinweisen. In Deutschland sperren die Gastronomie und die Vergnügungsparks übrigens schon am 11. Mai auf.

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