Hebein: Neue Ideen für dringend notwendige Abkühlung

„Wiener Schatten“ bringt Ideen für Beschattung im öffentlichen Raum & verankert Klimaanpassung im Stadtbild

  • Die Klimakrise macht keine Pause, uns steht auch heuer ein Hitzesommer bevor – besonders für Kinder, alte oder kranke Menschen sind die hohen Temperaturen in der Stadt zunehmend eine gesundheitliche Belastung. Gerade im öffentlichen Raum brauchen wir dringend Abkühlung“, so Vizebürgermeisterin Birgit Hebein.
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  • Mit dem Wiener Schatten verankern wir Klimaanpassungsmaßnahmen im Stadtbild; wir wollen damit auch die Bevölkerung zu eigenen Projekten ermutigen“, so Hebein.
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Wien (OTS) - Die hohen Temperaturen dieses Wochenende geben einen Vorgeschmack auf den Rekordsommer, der uns heuer noch bevorsteht. Wien, als eine der am stärksten von der Klimakrise betroffenen Städte Europas, muss mit besonders vielen Hitzetagen rechnen. „Die Klimakrise macht keine Pause, uns steht auch heuer ein Hitzesommer bevor – besonders für Kinder, alte oder kranke Menschen sind die hohen Temperaturen in der Stadt zunehmend eine gesundheitliche Belastung. Gerade im öffentlichen Raum brauchen wir dringend Abkühlung“, so Vizebürgermeisterin Birgit Hebein. Das Stadtplanungs- und Klimaschutzressort der Stadt Wien präsentiert heute den „Wiener Schatten“ – einen Katalog mit Ideen und Möglichkeiten, wie Wiens Straßen, Gassen und Plätze beschattet werden können. „Mit dem Wiener Schatten verankern wir Klimaanpassungsmaßnahmen im Stadtbild; wir wollen damit auch die Bevölkerung zu eigenen Projekten ermutigen“, so Hebein. Der Katalog richte sich an Kunst- und Nachbarschaftsprojekte, aber auch an SchanigartenbetreiberInnen oder Privatpersonen.

Sonnensegel, Rankgerüste, Kunstprojekte – neue Möglichkeiten der Beschattung

Gemeinsam mit dem Architekturbüro gaupenraub+/-, sowie externen Expertinnen und Experten haben zahlreiche Dienststellen der Stadt Wien in den vergangenen Monaten stadtbildverträgliche Verschattungsideen entwickelt, die Erleichterung und Abkühlung bringen sollen. Der „Wiener Schatten“ zeigt die vielen verschiedenen Möglichkeiten der Verschattung auf - von textilen Sonnensegeln in schmalen Gassen, über Kunst- und Nachbarschaftsprojekte im Grätzl bis hin zur Verschattung von Parklets oder einfachen Blätterdächern über dem Gehsteig. Auch Privatpersonen und Vereine können nun den Gehsteig vor dem Haus, Geschäfts- und Vereinslokale verschatten. Der Weg zur behördlichen Bewilligung solcher Schattenelemente ist durch die klaren Kriterien massiv erleichtert, die Bedingungen und entsprechenden Dienststellen, bei denen Anträge einzureichen sind, sind für alle im Katalog ersichtlich. Anträge für Beschattungsideen können ab sofort eingebracht werden.

Großflächige Sonnensegel am Christian-Broda-Platz

Die Dienststellen der Stadt Wien arbeiten bereits jetzt an konkreten Umsetzungen, wie etwa am Christian-Broda-Platz in Mariahilf. Dort soll noch diesen Sommer ein großes Sonnensegel zum Einsatz kommen – die Aufhängung wird hier mit den Straßenlampen kombiniert. An anderen Orten, etwa in Geschäftsstraßen, könnte die Befestigung der Weihnachtsbeleuchtung im Sommer für Schatten spendende Elemente genutzt werden. Textilien oder Pflanzen-Rankgerüste sollen vor allem dort zum Einsatz kommen, wo aufgrund von unterirdischen Wasserleitungen, Glasfaserkabeln oder Kanalrohren keine Bäume gepflanzt werden können. „Der Baum ist der beste Schattenspender und die nachhaltigste Klimaanlage der Welt. Hitzepole gibt es aber auch dort, wo Baumpflanzungen nicht möglich sind. Dort schaffen wir mit dem „Wiener Schatten“ jetzt Abhilfe“, erklärt Hebein.

Ab morgen Montag steht der Katalog unter https://www.wien.gv.at/stadtentwicklung/architektur/index.html zum Download zur Verfügung.

Rückfragen & Kontakt:

Theresa Vonach, MSc
Mediensprecherin im Büro der Vizebürgermeisterin Birgit Hebein
Telefon: +43 1 4000 81691
Mail: theresa.vonach@wien.gv.at

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