Nehammer: Die europäische Erfolgsgeschichte weiterentwickeln

Innenminister verweist am Europatag auf sicherheitspolitische Bedeutung der EU-Erweiterung um Staaten des Westbalkans

Wien (OTS) - „Europa und die Europäische Union sind seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs eine Erfolgsgeschichte. Diese Entwicklung ist ein permanenter Prozess der Weiterentwicklung, der von Generation an Generation weitergegeben werden muss“, sagt Innenminister Karl Nehammer anlässlich des Europatages am 9. Mai.

Am 9. Mai 1950 schlug der französische Außenminister Robert Schuman in einer Rede die Schaffung einer Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) vor. Mit dieser Erklärung legte er den Grundstein für ein vereintes Europa, das Sicherheit und Wohlstand garantieren soll. 70 Jahre nach der Schuman-Erklärung steht Europa angesichts der Corona-Krise vor einer großen Herausforderung, die eine Bündelung aller Kräfte erfordert.

Besondere Bedeutung misst Nehammer der schrittweisen Erweiterung der Europäischen Union um die Staaten des Westbalkans bei: „Wir haben seit zwei Jahrzehnten enge sicherheitspolitische Kooperationen mit diesen Staaten. Der Westbalkan ist entscheidend - vor allem auch für eine stabile Sicherheitslage in Österreich“, betont der Innenminister.

Österreich ist seit 25 Jahren Mitglied der Europäischen Union. Unser Land sei heute ein starkes und verlässliches Mitglied der Union, das aktiv versuche, die zahlreichen Herausforderungen zu bewältigen und die Weiterentwicklung der Union zu gestalten, so Nehammer.

Internationale Zusammenarbeit wichtiger denn je

Anlässlich des Europatages hob der Innenminister auch die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit für die Sicherheit Österreichs hervor und verwies in diesem Zusammenhang auf Europol und das Schengener Informationssystem (SIS).
Europol sei einer der wichtigsten Partner für die Strafverfolgungsbehörden der Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und unterstütze somit auch Österreich seit mittlerweile mehr als 20 Jahren bei der Bekämpfung von organisierter internationaler Kriminalität und Terrorismus. Im Europol-Hauptquartier in Den Haag arbeiten heute erfahrene Kriminalbeamte aus beinahe 50 Ländern. Österreich entsendet beispielsweise Experten in die „Joint Cybercrime Action Taskforce“ zur Bekämpfung von Cybercrime.
Das Schengener Informationssystem ist für Nehammer das bis dato effektivste und modernste Fahndungssystem in den Mitgliedsstaaten:
„Organisierte Kriminalität kennt keine Nationalgrenzen. Aufgrund der geografischen Lage Österreichs im Herzen Europas ist die Zusammenarbeit mit unseren Schengen-Partnerstaaten für uns besonders wichtig.“

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