Kogler zum Europatag: Geeintes und starkes Europa so wichtig wie nie zuvor

Europa ist gefordert, die richtigen Lehren aus der Krise zu ziehen

Wien (OTS) - "Die Europäische Union ist politisch gefordert, die richtigen Lehren aus der Corona-Zeit zu ziehen. Nur geeint und solidarisch werden wir das Europäische Einigungsprojekt in die richtige Richtung entwickeln. Gerade zu Beginn der sich in Europa ausbreitenden Corona-Pandemie hat man gesehen, wie fragil das Netz der Europäischen Union ist. Durch die Corona-Krise steht die Union jetzt vor großen Herausforderungen und die Zukunft von Europa ist heute ungewisser denn je. Gerade in unsicheren Zeiten versuchen Populisten mit kruden Thesen die Ängste der Menschen für ihre Zwecke auszunutzen. Die Gefahr, dass uns alter Nationalismus und neuer Rechtsextremismus immer stärker begegnen, ist durchaus gegeben. Dem muss die Union glaubwürdig entgegentreten. Das Ziel muss sein, gestärkt und geeint aus der Krise herauszukommen", meint Vizekanzler Werner Kogler.

"Die Vorläufer der Europäischen Union und die Union selbst wurden zu einem einzigartigen Friedensprojekt. Friede, Freiheit, Demokratie, Menschenwürde, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit – dafür steht die Europäische Union und all das hat Europa und gerade auch Österreich großgemacht. Setzen wir also nichts davon leichtfertig aufs Spiel. Unser Europa braucht Europäerinnen und Europäer, genauso wie die Demokratie Demokratinnen und Demokraten braucht", sagt Kogler.

"Gegenüber jenen Staaten, die besonders von der Corona-Pandemie betroffen sind, wie etwa Italien, braucht es Unterstützung. Helfen wir Italien, helfen wir uns selbst", verweist Kogler auf die engen wirtschaftlichen Verflechtungen der EU-Staaten. "Die Solidarität darf auch in der Krise nicht an der eigenen Staatsgrenze aufhören. Ich wünsche mir für die Zukunft der EU, dass sie den von der Corona-Krise besonders hart getroffenen Ländern solidarisch zur Seite steht und sich danach durch umfassende Ökologisierung wieder selbst aus der Krise rausinvestiert", sagt Kogler und ergänzt: "Europa und Österreich müssen sich in Zukunft bei lebensnotwendigen Produkten wie medizinischen Gütern wieder auf eigene Füße stellen, um die ungesunde Globalisierung zu überwinden. Dadurch werden sicher auch neue Arbeitsplätze entstehen", sagt Kogler.

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