SPÖ Kärnten: Gedenken an den 8. Mai 1945 als Tag der Befreiung

Kaiser, Sucher: Ein Tag der Mahnung und Erinnerung, den Wert unserer friedlichen Demokratie zu erkennen und Tag für Tag für sie einzutreten

Klagenfurt (OTS) - Am 8. Mai 1945 endete mit der Kapitulation der Deutschen Wehrmacht der Zweite Weltkrieg. Alljährlich wird diesem Tag der Befreiung vom Nationalsozialismus und seiner Millionen Opfer gedacht. Heuer, zum 75. Jahrestag, mussten viele Gedenkfeiern aufgrund der Coronakrise abgesagt werden, oder finden alternativ virtuell statt. Nichts desto trotz war es SPÖ Kärnten Landesparteivorsitzenden LH Peter Kaiser und Landesgeschäftsführer Andreas Sucher ein Anliegen und eine Verpflichtung, unter Einhaltung geltender Abstands-Regeln, im Rahmen einer Kranzniederlegung am Mahnmal der Freiheitskämpfer und am Grab von Ferdinand Wedenig, am Friedhof Annabichl, diesen so wichtigen Gedenktages für Österreich, zu begehen. Im Namen der gesamten SPÖ Kärnten erinnerten Kaiser und Sucher an jene, die vor 75 Jahren ihr Leben riskiert haben, um der Demokratie den Weg zu ebnen.

„Nichts und niemand – auch nicht die Corona-Krise – darf verhindern, dass wir der Opfer des Nationalsozialismus würdig gedenken und unermüdlich Taten und Zeichen für Frieden, Freiheit, Solidarität und Demokratie setzen“, bekräftigte Landesparteivorsitzender Peter Kaiser.

Die ungeheuerlichen Verbrechen, mit welchen die Nazis unvorstellbares Leid ausgelöst und Österreich das dunkelste Kapitel seiner Geschichte beschert haben, dürften niemals in Vergessenheit geraten. „Die Zeitzeugen werden Jahr für Jahr weniger, umso mehr sehe ich die Politik in der Pflicht, gegen das Vergessen und vor allem gegen alle Versuche des Verdrängens und des Relativierens unmissverständlich aufzutreten. Denn nur, wenn wir, wenn auch unsere Kinder und Enkelkinder, die Geschichte unserer Heimat mit all seinen begangenen schrecklichen Taten kennen und diese immer wieder benennen, sind wir in der Lage den Wert unserer friedlichen Demokratie wirklich zu erkennen und für sie Tag für Tag einzutreten“, so Kaiser.

In seiner Rede am Mahnmal der Freiheitskämpfer würdigte Kaiser, auch all jene die - „unabhängig von Sprache oder Religion, von Hautfarbe oder Herkunft mutig Widerstand gegen das NS-Regime geleistet haben. Es ist mir besonders wichtig, jener zu gedenken, die ihr Leben für die Demokratie riskiert haben“, so Kaiser.

Nach dem Mahnmal der Freiheitskämpfer, wurde auch ein Kranz am Grab von Ferdinand Wedenig niedergelegt, sozialdemokratischer Landeshauptmann von Kärnten, von 1947 bis 1965. „Es ist eine weise Einrichtung der Natur, dass der Mensch das Böse, das er erlitten hat, leicht vergißt; aber man soll doch nicht zu rasch vergessen“, so ein Zitat aus Wedenigs Rede zum 08. Mai 1947. Wedenig selbst wurde, zusammen mit 159 weiteren ehemaligen sozialdemokratischen Funktionären infolge des misslungenen Attentats auf Adolf Hitler vom 20. Juli 1944 verhaftet und in das KZ Dachau verbracht.

Wedenigs eigene leidvollen Erfahrungen während der Internierung in Dachhau mündeten in einer besonders versöhnlichen und demokratiebetonten Haltung im seinem politischen Wirken. Dennoch wurde Wedenig nie müde, an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern und an die Notwendigkeit, im Namen der kommenden Generationen, nicht zu vergessen.

„Es bleibt unser Auftrag, hellhörig und wachsam gegenüber jeder demokratischen Einschränkung zu sein. Es ist unsere Verpflichtung gegenüber all diejenigen, die ihr Leben ließen um die Freiheit und die Demokratie zu verteidigen. Gerade heute, angesichts der Corona-Krise, die auch eine Belastung unseres demokratischen System darstellt, müssen wir immer wieder daran erinnern, welch teuren Preis diese demokratischen Freiheiten gefordert haben, welch langen Kampf. Wir dürfen diese Errungenschaften nicht leichtfertig abtun oder Kleinreden - ganz im Gegenteil, es ist heute wichtige denn je die Demokratie zu verteidigen - nicht gegen ein totalitäres Regime - aber gegen Angst, Panikmache und Kontrollzwänge, ohne demokratische Legitimation“, so Landesgeschäftsführer Andreas Sucher.

An der Gedenkveranstaltung nahmen neben SPÖ-Landesparteivorsitzenden Landeshauptmann Peter Kaiser, Landesgeschäftsführer Andreas Sucher, der Landesvorsitzende der Sozialdemokratischen FreiheitskämpferInnen, Prof. Vinzenz Jobst, 1. Landtagspräsident Reinhart Rohr, Bgm. LAbg. Andreas Scherwitzl, der Klagenfurter Stadtrat Mag. Franz Petritz, SPÖ Kärnten Frauenvorsitzende Ana Blatnik, Mag. Heinz Pichler - Geschäftsführer des Institut für die Geschichte der Kärntner Arbeiterbewegung, Harry Koller - Landesgeschäftsführer des Renner-Institut Kärnten und SJG Kärnten Vorsitzender Stefan Wastian, teil.

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