Yildirim zum Muttertag: „Corona-Krise darf nicht zurück in die Vergangenheit führen“

Bunter Strauß an Forderungen: Echte Vereinbarkeit von Beruf und Familie, finanzielle Aufwertung von Frauenarbeit, gerechte Verteilung von unbezahlter Arbeit Bunter Strauß an Forderungen: Echte Vereinbarkeit von Beruf und Familie, finanzielle Aufwertung von Frauenarbeit, gerechte Verteilung von unbezahlter Arbeit

Wien (OTS/SK) - Mütter leisten in unserer Gesellschaft Großartiges. Das zeigt sich einmal mehr während der Corona-Krise, schildert die Tiroler SPÖ-Landesfrauenvorsitzende NRin Selma Yildirim: „Viele Frauen sind berufstätig und das ist gut so, weil eigenes Geld ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht. Leider setzt die Gesellschaft in vielerlei Hinsicht immer noch voraus, dass Frauen auch die Kindererziehung und unbezahlte Arbeit übernehmen. So kommt eine enorme Belastung zusammen. Alleinerzieherinnen sind zudem ganz besonders von Armut bedroht.“ ****

In der Krise verstärkt sich diese Situation. Schon in normalen Zeiten erledigen Frauen zwei Drittel der unbezahlten Arbeit. Was die Wertschätzung und die Entlohnung ihrer Erwerbsarbeit angeht, müssen sie sich allerdings oft hinten anstellen.

„Frauen arbeiten derzeit im Homeoffice, oder gelten als „Heldinnen“, wenn sie als Ärztinnen oder Supermarktkassiererinnen Systemerhalterinnen sind. Gleichzeitig sollen sie Homeschooling betreiben, sich um Kinder und Haushalt kümmern und außerdem top gestylt und immer bestens gelaunt sein“, fasst Yildirim zusammen.

„Die Leistungen von Frauen bedürfen größerer Anerkennung. Das fängt im Beruf bei gleicher Bezahlung an, bedeutet aber auch eine gerechte Aufteilung der unbezahlten Arbeit sowie echte Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Da braucht es auch die Solidarität der Männer, die für viele vielleicht unbequem ist. Frauen sind keine Dazuverdienerinnen oder Gratisarbeitskräfte. Dieses Frauen- und Gesellschaftsbild gilt es zu hinterfragen. Sie sind gut ausgebildet und gestalten ihr eigenes Leben“, so Yildirim. (Schluss) up

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