Die Stadt Wien-Umweltschutz geht bald wieder auf Mauerseglersuche

Der 10. Mai ist der Weltzugvogeltag

Wien (OTS) - Zahlreiche Vogelarten fliegen über die Wintermonate in wärmere Gegenden. Meist sind es Insektenfresser, die hier in den kalten Monaten zu wenig Nahrung finden würden. Im Frühling kehren sie zurück und begeben sich auf die Partner- und Nistplatzsuche.

Neben Mönchsgrasmücke, Hausrotschwanz und Mehlschwalbe, sind unter den Rückreisenden auch die stadttypischen Mauersegler. Sie gehören, als ursprüngliche Felsenbewohner, zu den Gebäudebrütern und suchen Hohlräume an Gesimsen, Stuckfassaden oder hinter Dachrinnen als Nistplätze aus. Die Häuser dienen so als adäquater Lebensraum und auch das Nahrungsangebot in Wien passt- täglich werden rund 10.000 Insekten von den Vögeln verspeist.

Mauersegler – Flugkünstler in der Großstadt

Der Mauersegler gehört zu den Seglern: Markante Zeichen sind der gegabelter Schwanz und die sichelförmigen, schmalen Flügel, die eine Spannweite von bis zu 40 cm erreichen können. Auffällig sind auch seine schrillen Rufe und die hohe Fluggeschwindigkeit – aus der sie beinahe übergangslos in den Mauerritzen verschwinden.

Mauersegler sind nicht nur richtige Flugkünstler, sondern wahre „Luftikusse“, die im Flug Nahrung aufnehmen und sogar schlafen. Nur zur Brut legen sie eine Pause ein. Mauersegler können bis zu 20 Jahre alt werden und sind ihren angestammten Brutplätzen über Jahre hinweg treu. Deshalb sind sie an diesen Orten alle Jahre wieder als Frühlingsboten zu bewundern. Mauersegler sind übrigens sehr reinliche Tiere, die die Nester aktiv säubern und die Fassade nicht beschmutzen.

In den vergangenen Jahren hat die Stadt Wien-Umweltschutz mit der Suche und Kartierung der Mauerseglerbrutplätze in Wien begonnen und 1.600 davon kartiert. Die Aktion soll auch im heurigen Jahr fortgesetzt werden. Die bekannten Brutplätze bzw. Standorte von Nisthilfen sind im Themen-Stadtplan Wien Umweltgut unter www.umweltschutz.wien.gv.at/umweltgut ersichtlich.

Sollten Sie einen Mauerseglerbrutplatz entdecken, freut sich die Stadt Wien-Umweltschutz über Ihre Meldung unter www.gebaeudebrueter.wien.at.

Mauersegler und andere Gebäudebrüter sind in Wien streng geschützt

Die Kartierung der Wiener Mauerseglerbestände hat nicht nur wissenschaftlichen Hintergrund, sondern auch den Schutz der Tiere im Sinn. Mauersegler, Mehl- und Rauchschwalbe, Turmfalke, Dohle und Fledermaus gehören in Wien zu den durch das Naturschutzgesetz streng geschützten Arten. Werden an Gebäuden, an denen diese Tiere leben, Arbeiten durchgeführt, müssen entsprechende Schutzvorkehrungen getroffen werden, damit die Brutplätze erhalten bleiben. Bewährt hat sich bei älteren Gebäuden mit Stuckatur das Wiener Modell – hohle und darüber hinaus kostengünstige Gipskonsolen mit kaum sichtbaren Einfluglöchern. Die Stadt Wien-Umweltschutz berät in solchen Fällen gerne vorab, was ein langes naturschutzrechtliches Verfahren vermeiden kann.

Die Stadt Wien-Umweltschutz bietet immer wieder Exkursionen zu Mauerseglerbrutplätzen oder Fledermausführungen an. Aktuelle Termin finden sich stets auf der Seite www.umweltschutz.wien.gv.at/umweltbildung oder auf der Facebook-Seite der Stadt Wien-Umweltschutz.

rk-Fotoservice: www.wien.gv.at/presse/bilder

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Silvia Kubu
Stadt Wien-Umweltschutz
Telefon: 01 4000 73426
E-Mail: silvia.kubu@wien.gv.at
www.umweltschutz.wien.at

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