El-Nagashi zu ZARA-Rassismusreport: Politik muss bei Bekämpfung von Rassismus Vorbild und Verbündete sein

Überwindung von Rassismus braucht gesamtgesellschaftlichen Schulterschluss

Wien (OTS) - "Die Überwindung von Rassismus braucht einen gesamtgesellschaftlichen Schulterschluss, bei dem die Politik beispielhaft vorangehen kann und muss", streicht die Integrationssprecherin der Grünen, Faika El-Nagashi, die Verantwortung der Politik bei der Bekämpfung von Rassismus hervor. "Wir müssen Rassismus und rassistische Strukturen zuallererst als solche erkennen und benennen und an ihrer Veränderung arbeiten. Mit dem Nationalen Aktionsplan gegen Rassismus und Diskriminierung haben wir uns im Regierungsprogramm genau das vorgenommen und selbstverständlich kann dies nur unter Einbindung der Zivilgesellschaft und von Rassismus Betroffenen geschehen", sagt El-Nagashi anlässlich der heutigen Präsentation des ZARA-Rassismusreports.

"Auch und besonders in Krisenzeiten müssen wir darauf achten, dass sich Ungleichheiten und Diskriminierungen nicht verstärken und dass einzelne Gesellschaftsgruppen nicht zu 'Schuldigen' gemacht werden. Dem gilt es entschieden entgegen zu treten", meint El-Nagashi. Als zentrale Handlungsfelder verweist die Abgeordnete unter Bezug auf den Rassismusbericht auf Änderungen im Bildungssystem, umfangreichen Diskriminierungsschutz, das Empowerment von Betroffenen und Maßnahmen im Bereich Hass im Netz.

"Was wir dringend brauchen, ist außerdem ein breiter Konsens, dass das Asylsystem und das Fremdenwesen nicht für rassistische Diskurse missbraucht werden können. Die Rassismen und Stigmatisierungen in diesem Bereich waren im 'alten Normal' schon falsch und fatal und es liegt in unser aller Verantwortung, sie nicht länger hinzunehmen. Schweigen kann leicht als Zustimmung gedeutet werden - auch hier gilt es von allen Seiten, Zivilcourage zu zeigen", sagt die Grüne Integrationssprecherin und weiter: "Ich danke ZARA und allen Mitarbeiter*innen für ihre unermüdliche und langjährige Antirassismusarbeit und ebenso all jenen, die ihre Diskriminierungserfahrungen teilen und dokumentieren und damit die Bemühungen gegen Rassismus stärken."

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