Bundesjugendvertretung: Jugendliche dürfen nicht für die Krise büßen!

Corona-Krise trifft besonders Jugendliche am Arbeitsmarkt

Wien (OTS) - „Mehr als eine halbe Million Menschen in Österreich sind gerade arbeitslos. Junge Menschen sind von der Jobkrise besonders stark betroffen. Egal ob Praktika oder Lehrplätze, Jugendliche sind die Ersten, die nicht mehr eingestellt werden“, verdeutlicht Caroline Pavitsits, Vorsitzende der Bundesjugendvertretung (BJV).

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit bei den unter 25-Jährigen um 46 Prozent gestiegen, zudem drohen mehr als 10.000 Lehrstellen wegzufallen. „Jugendliche dürfen nicht mit ihrer Zukunft für die Krise zahlen. Die Regierung muss dringend handeln und die Maßnahmen nachschärfen. Es ist eine grundsätzliche Reform des (Aus-)Bildungssystems notwendig, um allen Jugendlichen eine bestmögliche (Aus-)Bildung und Arbeit zu ermöglichen“, betont Pavitsits.

Die BJV fordert die finanzielle und qualitative Sicherstellung der betrieblichen und überbetrieblichen Lehrausbildung. Zudem sollen Angebote der „Ausbildung18“ deutlich ausgeweitet werden, um die negativen Auswirkungen der Corona-Krise am Arbeitsmarkt für junge Menschen einzubremsen. „Jugendliche und Betriebe dürfen jetzt nicht im Stich gelassen werden. (Aus-)Bildung gilt nach wie vor als wichtigster Schlüsselfaktor für die Chancen am Arbeitsmarkt. Die Regierung muss jetzt bildungspolitische Verantwortung übernehmen“, erklärt Pavitsits.

Einen Fonds für Jugendbeschäftigung sieht die BJV als wichtigen Schritt, um hochwertige Lehrausbildung, auch in Richtung Digitalisierung, zu fördern. „Die Corona-Krise hat uns gezeigt, welche Relevanz Digitalisierung bereits jetzt für unser Leben hat und welche Berufsfelder sich dadurch noch künftig öffnen werden. Umso wichtiger ist es, dass insbesondere die Lehre dahingehend adaptiert wird und Lehrlinge gut ausgebildet werden“, so Pavitsits.

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