Kanzleramtsministerin Raab: „Aus Schrecken der Geschichte lernen“

Raab anlässlich des 75. Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen: „Antisemitismus, Rassismus und Hetze dürfen keinen Platz in unserer Gesellschaft haben“

Wien (OTS) - „Mauthausen ist einer jener Orte, an dem uns die Grausamkeit der Nazi-Herrschaft eindrücklich vor Augen geführt wird. Im Andenken an die Befreiung am 5. Mai 1945 wird aber deutlich, dass Österreicherinnen und Österreicher nicht nur Opfer, sondern auch Täter waren. Es liegt daher in der Verantwortung von Politik und Gesellschaft, alles dafür zu tun, dass sich Antisemitismus und derartige Gräueltaten niemals wiederholen“, sagt Kanzleramtsministerin Susanne Raab anlässlich des heutigen 75. Jahrestags der Befreiung des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen.

Würdiges Gedenken an alle Opfer des Holocaust

„Eine starke Erinnerungskultur beginnt beim würdigen Gedenken an alle Opfer des Holocaust. Mehr als 100.000 Menschen mussten in Mauthausen ihr Leben lassen, darunter vorwiegend jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger. Vergessen werden dürfen auch nicht Menschen mit Behinderung, Homosexuelle, Widerstandskämpfer und Menschen mit anderer Meinung oder anderem Glauben, die in Mauthausen brutal ermordet worden sind“, so die Ministerin. Raab, die auch für Volksgruppenangelegenheiten zuständig ist, erinnert insbesondere an das Schicksal der 9.000 ermordeten österreichischen Roma und Romnja, die dem Holocaust zum Opfer fielen.

„Rassismus, Antisemitismus und Hass dürfen keinen Platz in unserer Gesellschaft haben - dafür müssen wir uns jeden Tag einsetzen“, mahnt Raab. Dazu gehöre auch ein aktives Gedenken, denn: „Nur wer sich erinnert, kann die Schrecken der Geschichte anerkennen und aus den Fehlern der Vergangenheit lernen. Nur wenn wir die Erinnerung und das Gedenken aufrechterhalten, können wir es heute und in Zukunft besser machen.“

Mahnung für kommende Generationen

Dem Gedenken an die Befreiung Mauthausens komme in einer starken Erinnerungskultur eine besondere Rolle zu, betont die Kanzleramtsministerin: „Die Erinnerung an die Schrecken des Zweiten Weltkriegs, das Elend und die unvorstellbare Brutalität in den Konzentrations- und Vernichtungslagern in ganz Europa soll auch als Mahnung für die Generationen nach uns dienen. Dieses dunkelste Kapitel unserer Geschichte darf sich nie wiederholen.“

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