Jäger erfüllen ehrenamtlich Aufgaben für Wildtiere

NÖ Jagdverband stellt Kritikpunkte des Wiener Tierschutzvereins richtig. Jägerschaft übernimmt Verantwortung für Wildtiere.

Wien (OTS) - "Die Jägerinnen und Jäger kommen ehrenamtlich, auf eigene Kosten und ohne die Finanzierung durch die Allgemeinheit ihren Aufgaben nach und übernehmen Verantwortung für die Wildtiere. Das zeigt: Wir Jägerinnen und Jäger sind Teil der Lösung", so Niederösterreichs Landesjägermeister Josef Pröll zur Kritik des Wiener Tierschutzvereins. "Die Jägerinnen und Jäger sind täglich in den Revieren im Einsatz, um Lebensräume für Wildtiere sowie gesunde und vitale Wildbestände zu entwickeln und zu erhalten. Dazu zählen unter anderem umfassende Maßnahmen gegen Wildunfälle, die Wildökolandaktion sowie Maßnahmen in Notzeiten, aber auch eine weidgerechte Jagdausübung", so Pröll.

Der NÖ Jagdverband stellt dazu folgende Kritikpunkte des Wiener Tierschutzvereins richtig:

  • Muttertiere sind – solange die Jungtiere noch nicht überlebensfähig sind – immer geschont. Das gebietet die Weidgerechtigkeit, die laut Jagdgesetz einzuhalten ist. Beim Schwarzwild ist in der NÖ Jagdverordnung explizit angeführt, dass die führende Bache zu schonen ist.
  • Viele Jungtiere wie Rehkitze und Junghasen werden von der Mutter nur kurz aufgesucht, um sie zu säugen. Ansonsten werden sie allein gelassen, um sie vor Beutegreifern zu schützen. Dadurch wirken Jungtiere oftmals verwaist. Die Aussendung des Wiener Tierschutzvereins zeugt daher von Unkenntnis über die Lebensweisen von Wildtieren. Vielmehr noch ist sie kontraproduktiv, denn Menschen werden dazu animiert, Jungtiere anzugreifen, mitzunehmen und so vom Muttertier zu trennen. Es verstößt zudem gegen das Jagdgesetz.
  • Insbesondere 2020 sind zahlreiche Wildtiere freilaufenden Hunden zum Opfer gefallen und wurden mehrfach ganze Gelege entwendet. In der momentanen Situation wäre also wichtig, darauf hinzuweisen, dass die Menschen die Wildlebensräume und Wildtiere respektieren und Regeln einhalten sollen. Der NÖ Jagdverband hat in mehreren Aussendungen auf diese kritischen Punkte hingewiesen und hofft damit, wildfreundliches Verhalten zu fördern.

Projekte belegen Beitrag der Jägerinnen und Jäger zu gesunden Wildbeständen

Im Zuge des Projekts Wild & Verkehr wurden insgesamt seit 2008 in 390 Jagdrevieren 95.000 optische und 4.500 optisch-akustische Wildwarngeräte entlang von 1.400 Kilometern Landesstraßen ausgebracht. Bei einer Streckenausrüstung mit optischen Wildwarnreflektoren konnte eine durchschnittliche Reduktion der nächtlichen Rehwildunfälle um 40 Prozent und bei optischer und akustischer Ausrüstung sogar um 70 Prozent erreicht werden. Die Jägerschaft hat damit bei einer der genannten Herausforderungen immense Verbesserungen erreichen können. Und im Zuge der Wildökolandaktion wurden zudem bis jetzt in 4.111 Projekten auf 1.668 Hektar rund 3,65 Millionen Bäume und Sträucher gepflanzt. Damit könnte man die Strecke von Wien bis Athen auspflanzen. Für die Wildtiere bieten diese Pflanzen Deckung vor Beutegreifern und Wettereinflüssen sowie Äsung. Das ist ein elementarer Beitrag zu einem natürlichen Schutz der Wildtiere.

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