„Menschen & Mächte Spezial“ zu 75 Jahre Ende Zweiter Weltkrieg

Im ORF-2-Themenabend am 6. Mai um 20.15 Uhr – danach „Die Zeit der Frauen“, „Der Häftling und der Sohn des Lagerleiters“ und „Die Freibadclique“

Wien (OTS) - 75 Jahre Kriegsende nimmt ORF 2 am Mittwoch, dem 6. Mai 2020, zum Anlass für einen Zeitgeschichte-Themenabend. Den Auftakt macht um 20.15 Uhr ein von Tarek Leitner moderiertes „Menschen und Mächte“-Spezial live aus dem Newsroom: Im Gegensatz zum Ersten Weltkrieg waren 1945 viele Städte Österreichs durch massives Bombardement schwer beschädigt oder gar zerstört. Hitler hatte am 30. April 1945 Selbstmord begangen. Am 8. Mai ist der Zweite Weltkrieg offiziell zu Ende. Soldatenfriedhöfe, Bombenruinen und Schutthalden stehen symbolhaft für das apokalyptische Ende der Schreckensherrschaft des NS-Regimes. Jene, die den Holocaust überlebt haben, sind nun befreit, doch viele von ihnen psychisch schwer gezeichnet. Die Sondersendung behandelt die Wendezeit zwischen Zusammenbruch und Neubeginn, zwischen Befreiung, Kriegsende und den ersten Versuchen des Wiederaufbaus. Neben der zeitgeschichtlichen Reise durch die vier Besatzungszonen wird auch die Frage thematisiert, wie der Glaube an das „Neue Österreich“, an die Zweite Republik und die neue „Identität in Rot-Weiß-Rot“ gewachsen ist. Im Studio analysieren Historikerinnen und Historiker.

Die Sendung wird für gehörlose und hörbeeinträchtigte Menschen mit Untertiteln im ORF TELETEXT auf Seite 777 und darüber hinaus in österreichischer Gebärdensprache über ORF 2 Europe, DVB-T 2 SD sowie in der ORF-TVthek als Livestream und Video-on-Demand angeboten.

Im Zeichen des ORF-Programmschwerpunkts „75 Jahre Ende Zweiter Weltkrieg“ (Details unter presse.ORF.at) stehen danach die „Menschen & Mächte“-Dokus „Die Zeit der Frauen“ und „Der Häftling und der Sohn des Lagerleiters“ sowie das Historiendrama „Die Freibadclique“.

Menschen & Mächte: „Die Zeit der Frauen“ (6. Mai, 21.25 Uhr, ORF 2)

Wir sind seit Jahrzehnten gewohnt, dass in der globalisierten Konsumgesellschaft alles reibungslos funktioniert. Doch das ist seit Beginn der Corona-Krise überhaupt nicht mehr selbstverständlich. Improvisation und Selbstversorgung war bis jetzt nicht notwendig. Gerade diese beiden „Künste“ waren es, die 1945, am Ende des Zweiten Weltkriegs, zu den wichtigsten Strategien des Überlebens zählten. Damals meist in die Tat umgesetzt von Frauen. Ob jung oder alt. Es war „Die Zeit der Frauen“. Sie leisteten einen besonders wichtigen, oft vergessenen Anteil am Wiederaufbau. Andreas Novaks Dokumentation thematisiert auch die Folgen des Krieges für Ehen und Partnerschaften.

Menschen & Mächte: „Der Häftling und der Sohn des Lagerleiters“ (6. Mai, 22.45 Uhr, ORF 2)

Walter Chmielewski und Dušan Stefančič – ihre Biografien könnten unterschiedlicher nicht sein: Während der eine deportiert wird, durchläuft der andere die Nazi-Eliteschule Napola und schüttelt sogar Hitler die Hand. Ihre Lebenswege kreuzen sich im österreichischen Konzentrationslager Gusen, einem Nebenlager des KZ Mauthausen. Der eine kämpft als Häftling täglich um sein Leben, der andere genießt als Sohn des Lagerleiters dementsprechende Privilegien. Die BR/ORF-Produktion von Robert und Julia Grantner wird – sozusagen von der jeweils „eigenen“ Seite des Lagerzauns – überwiegend aus der Perspektive der beiden Hauptprotagonisten Chmielewski und Stefančič erzählt, die in der Dokumentation erstmals aufeinandertreffen.

„Die Freibadclique“ (6. Mai, 23.35 Uhr, ORF 2)

„Die Freibadclique“ besteht aus den fünf Burschen Knuffke, Bubu, Hosenmacher, Zungenkuss und Onkel. Im Mittelpunkt stehen Spaß, Mädchen und Swingmusik – ganz bestimmt nicht der Krieg. Doch genau dahin werden sie gnadenlos gezwungen: zum Volkssturm für den Endsieg. Ein Jahr später – im Sommer nach dem Krieg – treffen einander drei Überlebende auf dem Zehn-Meter-Turm des Freibads wieder. Hinter ihnen liegt das Grauen – vor ihnen noch ein ganzes Leben. Friedemann Fromms Historiendrama nach Oliver Storz’ gleichnamigem biografischen Roman erzählt die Geschichte vom Erwachsenwerden in Kriegszeiten, von Freundschaft, Schuld und der Sehnsucht nach Liebe. Mit Theo Trebs, Jonathan Berlin, Andreas Warmbrunn, Joscha Eißen, Laurenz Lerch, Andreas Lust, Peter Faerber, Lili Epply, Johannes Geller u. a.

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