Aschbacher: Leichtes Abflachen der Kurve bei Arbeitslosenzahlen und Kurzarbeit

Bisheriger Höhepunkt der Arbeitslosenzahlen Mitte April

Wien (OTS) - „Es war sehr wichtig, das Modell der Corona-Kurzarbeit in Phase 1 rasch zur Verfügung zu stellen. Damit konnten wir Arbeitsplätze und Einkommen sichern. Insgesamt sehen wir, dass die Kurve der eingegangenen Anträge seit einigen Tagen abflacht“, sagt Arbeitsministerin Christine Aschbacher.

Aktuell sind beim Arbeitsmarktservice 104.007 Anträge auf Corona-Kurzarbeit in Bearbeitung (Stand Freitag, 1.5.). Davon sind bei 100.281 Anträgen ausreichend Informationen vorhanden. Diese Anträge sichern rund 1,25 Millionen Arbeitsplätze. 91.460 Anträge mit einer Bewilligungssumme von fast 8,8 Milliarden Euro wurden bereits genehmigt. Rund 40 Millionen Euro wurden bereits ausgezahlt. Das AMS und die Buchhaltungsagentur arbeiten die Abrechnungen derzeit fast taggleich ab.

Die Zahl der Anträge ist in allen Bundesländern leicht gestiegen. Spitzenreiter ist nach wie vor Wien mit 23.157 Anträgen, gefolgt von Niederösterreich mit 17.674 Anträgen und Oberösterreich mit 17.178 Anträgen. Die weitere Verteilung: Steiermark 13.785 Anträge, Tirol 9.708 Anträge, Salzburg 8.107 Anträge, Kärnten 6.133 Anträge, Vorarlberg 5.200 Anträge, Burgenland 3.065 Anträge.

Aktuelle Arbeitslosenzahlen

Mit Ende April 2020 sind 522.253 Personen beim AMS arbeitslos vorgemerkt. In AMS Schulung befinden sich aktuell 49.224 Personen. Insgesamt befinden sich somit 571.477 Personen in Arbeitslosigkeit oder in Schulung. Das sind um 58,2% bzw. 210.275 Personen mehr als im Vorjahr.

„Den bisherigen Höhepunkt haben wir aus jetziger Sicht am 13. April mit insgesamt 588.205 Arbeitslosen und Schulungsteilnehmern erreicht. Seither sehen wir bei den Arbeitslosenzahlen ein leichte Abflachung der Kurve“, so Aschbacher. Im Vergleich zum Höchststand Mitte April ist die Zahl der Arbeitslosen und Schulungsteilnehmer um rund 19.000 Personen gesunken.

In der Betrachtung nach Branchen zeigen sich Ende April die größten Zuwächse im Tourismus (+148,5%), gefolgt von der Baubranche (+111,9%). Dann folgen die Warenproduktion (+66,6%) und der Handel (63,4%), die Arbeitskräfteüberlassung (59,7%) und das Gesundheits- und Sozialwesen (56,0%).

Steigende Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr verzeichnen alle Bundesländer, am stärksten ist der Zuwachs in Tirol (+119,2%) und Salzburg (+101,8%). Danach folgen die Steiermark (+100,6%), Oberösterreich (91,0%), das Burgenland (+84,3%), Kärnten (+78,7%), Vorarlberg (+78,6%), Niederösterreich (+69,8%) und Wien (56,2%).

Ende April 2020 standen beim AMS 53.846 offene Stellen zur Verfügung. Insgesamt konnten in diesem Jahr 212.693 Personen aus AMS-Vormerkung heraus wieder Arbeit aufnehmen.

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