NEOS zu Erntehelfern: Rahmenbedingungen für Asylwerber verbessern

Stephanie Krisper: „Viele Asylwerber möchten freiwillig ihren Beitrag in der Krise leisten. Erleichtern wir das, bevor wir Arbeitskräfte aus dem Ausland einfliegen.“

Wien (OTS) - Angesichts der Bestrebungen der österreichischen Bundesregierung, Erntehelfer jetzt aus dem Ausland einfliegen lassen zu wollen, erinnert NEOS-Asylsprecherin Stephanie Krisper daran, dass Asylwerber in Österreich als Erntehelfer arbeiten dürften. „Und wir wissen aus vielen Gesprächen und auch aus Zuschriften von Flüchtlingsbetreuern, dass viele Asylwerber das auch sehr gerne tun würden“, sagt Krisper.

Das Problem sei: „Erstens wissen viele nicht, dass sie das dürften, weil auch diese Regierung Asylwerbern grundsätzlich ja den Zugang zum Arbeitsmarkt verwehrt und ihnen nur drei Tätigkeiten, nämlich Prostitution sowie die Arbeit als Erntehelfer oder Saisonniers, gestattet. Und zweitens würde ihnen der geringe Lohn, den sie als Erntehelfer bekommen, von der Grundversorgung abgezogen beziehungsweise müssten sie entsprechende Rückzahlungen in Kauf nehmen. Ihr freiwilliges und so dringend benötigtes Engagement würde also von Österreich nicht belohnt, sondern bestraft.“

Bevor die Regierung also eigene Charterflüge für Erntehelfer aus dem Ausland organisiert, sollte sie das bereits vorhandene Arbeitskräftepotential erheben und besser nutzen. „Dazu muss die Regierung ihre Hausaufgaben erledigen und die Menschen, die schon im Land sind und gerne einen Beitrag zur Bewältigung der Krise leisten wollen, erstens informieren und zweitens die Rahmenbedingungen attraktivieren“, so Krisper. „Erst danach gilt es zu schauen, welchen Bedarf an Erntehelfern aus dem Ausland es noch gibt.“

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