NEOS zu Arbeitslosenzahlen: Nach der Gesundheit geht es um alles

Meinl-Reisinger/Loacker: „Der Hauptfokus muss jetzt darauf liegen, die Menschen so schnell wie möglich in Jobs zu bringen.“

Wien (OTS) - Nachdem die Regierung mehrfach Anfragen von NEOS nach den aktuellen Arbeitslosenzahlen unbeantwortet lies, wurden die Zahlen heute nun – jedenfalls teilweise – veröffentlicht. „Die Lage ist, wie wir befürchtet haben, äußerst dramatisch – und die Befürchtung ist groß, dass sich die Lage noch zuspitzen wird“, so NEOS-Klubobfrau Beate Meinl-Reisinger, die darauf verweist, dass aufgrund der Kündigungsfristen viele aufgrund Corona gekündigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern noch nicht in der Statistik enthalten sind. „Noch nie seit dem Zweiten Weltkrieg waren so viele Menschen ohne Arbeit wie heute: Fast jeder Zweite der unselbstständigen Erwerbstätigen ist arbeitslos oder in Kurzarbeit“, zeigt sich Meinl-Reisinger besorgt. „Wir haben immer davor gewarnt und immer darauf hingewiesen, dass die Gesundheit der Menschen immer Vorrang haben muss, aber danach geht es um alles: Es geht um die Existenzen von hunderttausenden Menschen in Österreich. Während Kanzler Kurz noch vor Kurzem die Angst verbreitet hat, bald würde jeder jemanden kennen, der am Corona-Virus gestorben ist, ist es leider jetzt so, dass bald jeder jemanden kennen wird, der seinen Arbeitsplatz oder sein Unternehmen verloren hat, weil die Wirtschaftshilfen nicht rechtzeitig ausgezahlt wurden.“

NEOS-Sprecher für Arbeit und Soziales, Gerald Loacker, betont: „Der Hauptfokus muss jetzt darauf liegen, die Menschen so schnell wie möglich in die Jobs zu bringen. Auch wenn viele Stellen verloren gegangen sind, werden in manchen Branchen nach wie vor Arbeitskräfte gesucht. Darin liegt die große Herausforderung für das Arbeitsmarktservice, bei dem hohen Andrang aufgrund neuer Arbeitslosigkeit und Kurzarbeit die wichtige Vermittlungsarbeit mit voller Energie fortzusetzen.“ Loacker fordert zudem branchenspezifische Lösungen: „Tourismus und Baubranche sind ganz besonders betroffen. Im Baugewerbe ist es aber einfacher, den Vollbetrieb wieder aufzunehmen, als etwa im Tourismus, der noch lange von den Reisebeschränkungen betroffen sein wird. Die Regierung muss auf branchenspezifische Umstände Rücksicht nehmen – ansonsten stehen den Betrieben die nächsten völlig unumsetzbaren und lebensfremden Vorschriften ins Haus.“

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