Mai 1945: Als der Zweite Weltkrieg zu Ende ging - Programmschwerpunkt im ORF Niederösterreich

St. Pölten (OTS) - Vor 75 Jahren, am 8. Mai 1945, endete in Europa der Zweite Weltkrieg. Ein Krieg, der sechs Jahre dauerte, weltweit verloren etwa 60 Millionen Menschen ihr Leben, Millionen Menschen wurden zu Flüchtlingen. Die Auswirkungen des Krieges waren jahrzehntelang spürbar und reichen bis in die Gegenwart.
In einem Programmschwerpunkt berichtet der ORF Niederösterreich in der Fernsehsendung Niederösterreich heute, auf Radio Niederösterreich und auf noe.ORF.at über die historischen Ereignisse in Niederösterreich und lässt Zeitzeugen schildern, wie sie die letzten Kriegstage erlebt haben.

„Ganz persönlich“ - Samstag, 2. Mai, NÖ Heute, 19 Uhr ORF2/N

Der Schwerpunkt startet am 2.Mai in Niederösterreich heute. Zu Gast in der Rubrik „Ganz persönlich“ ist Christian Rapp, der wissenschaftliche Leiter des Hauses der Geschichte im Museum Niederösterreich in St. Pölten. Bei Eva Steinkellner-Klein spricht der Historiker über die bewegten Zeiten, über Niederösterreich als russisches Besatzungsgebiet und über die Kämpfe in Niederösterreich, die auch nach der Unabhängigkeitserklärung Österreichs weitergangen sind.

Historische Hintergründe und Zeitzeugen - Ab 3. Mai in NÖ Heute, 19 Uhr ORF2/N, auf Radio Niederösterreich und noe.ORF.at

Eine vierteilige Serie in „Niederösterreich heute“ geht ab dem 3. Mai auf die historischen Hintergründe ein und beleuchtet die Ereignisse vor 75 Jahren in Niederösterreich. Zeitzeugen erinnern sich an die entscheidenden Momente des Frühjahrs 1945. Johann Hagenhofer (Jahrgang 1941) und Anna Kornfeld (Jahrgang 1934), beide aus Hochwolkersdorf, sowie Gerlinde Stecker (Jahrgang 1929) aus Neunkirchen schildern die Kampfhandlungen der letzten Märztage 1945, sowie die Ereignisse bis hin zum Kriegsende am 8. Mai.

Auch auf Radio Niederösterreich beginnt der Schwerpunkt am 3. Mai:
mit einem Überblick über die Ausgangssituation in „Guten Morgen Niederösterreich“, von Montag bis Mittwoch berichten Zeitzeugen über ihre persönlichen Erlebnisse vor 75 Jahren, jeweils nach 12 Uhr im „Radio Niederösterreich Mittagsmagazin“ und auf noe.ORF.at mit ausführlichen Onlinebeiträgen über die Tage des Kriegsendes in Niederösterreich. Zwischen 3. und 8. Mai gibt es dazu Zeitzeugenberichte und Rückblicke auf die historischen Hintergründe der damaligen Schicksalstage.

Die Inhalte des ORF Niederösterreich Programmschwerpunkts im Detail

Ende März 1945 betraten in der Buckligen Welt die ersten sowjetischen Soldaten niederösterreichischen Boden. Ihr Ziel war Wien, das die Rote Armee, nach erbitterten Kämpfen am 13. April 1945, von der Nazi-Herrschaft befreite. Doch in zahlreichen Gegenden war auch danach der erbitterte Widerstand der deutschen Armee nicht beendet: ob im Weinviertel oder im Zentralraum St. Pölten, ob in Oberösterreich südlich der Donau oder in Tirol, wo die Westalliierten erst am 28. April erstmals österreichischen Boden betraten.

Einen Tag davor, am 27. April 1945, hatten SPÖ, ÖVP und KPÖ im befreiten Wien die Unabhängigkeit des Landes erklärt, die provisorische Staatsregierung unter Karl Renner hatte ihre Tätigkeit aufgenommen. Obwohl der Krieg für die Nationalsozialisten bereits verloren war, wurden noch wahllos unzählige Menschen ermordet, ob am 6. April knapp 400 Häftlinge im Gefängnis Stein, am 13. April 1945 zwölf Widerstandskämpfer im St. Pöltner Hammerpark oder Anfang Mai etwa 230 jüdisch-ungarische Zwangsarbeiter in Hofamt Priel.

Der Krieg war also noch lange nicht zu Ende. Erst am 8. Mai war die alliierte Zange zwischen Ost und West geschlossen: US-Soldaten konnten in Erlauf (Bezirk Melk) ihren alliierten Kämpfern der Roten Armee erstmals die Hände reichen.

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