- 29.04.2020, 10:32:43
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Schatz: Kinder und Jugendliche aus Moria herausholen
„Trotz Corona nicht die Augen verschließen vor der humanitären Katastrophe“
Utl.: „Trotz Corona nicht die Augen verschließen vor der humanitären
Katastrophe“ =
Wien (OTS/SK) - Einen Appell, dass Österreich vor der humanitären
Katastrophe in den Flüchtlingslagern an der griechisch-türkischen
Grenze nicht die Augen verschließen dürfe und angesichts der
schrecklichen Lage etwa in Moria nicht tatenlos bleiben dürfe,
richtete SPÖ-Abgeordnete Sabine Schatz gestern Abend in ihrer Rede im
Nationalrat. „Mehrere EU-Länder haben sich bereit erklärt,
geflüchtete Kinder und unbegleitete minderjährige Jugendliche
aufzunehmen, Österreich ist nicht dabei, das ist beschämend“, so
Schatz. ****
Österreich könnte sich einfach der Koalition jener Länder
anschließen, die angesichts der humanitären Katastrophe an der
europäischen Grenze nicht weiter tatenlos zusehen. Den entsprechenden
Antrag der Neos hat die SPÖ gestern unterstützt. Seit Corona sei die
humanitäre Katastrophe - etwa auf Lesbos - in den Hintergrund
gedrängt worden, „obwohl die Lage nicht besser geworden ist, sondern
sich weiter zugespitzt hat“, so die SPÖ-Abgeordnete. Im Lager Moria
auf Lesbos, das für 2.000 Personen ausgerichtet ist, leben 20.000
Menschen zusammengepfercht auf engstem Raum unter widrigsten
Verhältnissen: „Kaum Wasserversorgung, hundert Menschen teilen sich
eine Toilette, Maskenpflicht und Abstandsregeln sind in den Camps
nicht möglich, Voraussetzungen zum Händewaschen nicht gegeben“, so
Schatz.
Laut UNHCR befinden sich in den Lagern auf den griechischen Inseln
rund 2.000 unbegleitete Minderjährige, neun von zehn dieser Kinder
sind jünger als 14 Jahre. Schatz appelliert deshalb: „Holen wir
zumindest die Kinder und Jugendlichen da raus! Es ist unsere
humanitäre Pflicht!“ (Schluss) ah/lp
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