- 27.04.2020, 10:12:35
- /
- OTS0047
„Gut allein sein“: Neues „kreuz und quer“ dokumentiert, wie Mönche Einsamkeit und Isolation bewältigen
Am 28. April um 22.30 Uhr in ORF 2; danach: „Liebe ist nichts für Feiglinge“
Utl.: Am 28. April um 22.30 Uhr in ORF 2; danach: „Liebe ist nichts
für Feiglinge“ =
Wien (OTS) - Im Stift Sankt Lambrecht in der Steiermark ist heuer –
unter dem Eindruck der Corona-Krise – alles anders als sonst im
Frühling: keine öffentlichen Messen, keine Besucher/innen. Es ist
noch stiller. Ein Geheimnis der Benediktinermönche gegen Einsamkeit
ist der klar strukturierte Tagesablauf. Das zweite aber ist das
individuelle, oft harte innere Ringen, im vielen Alleinsein nicht
einsam zu werden. Die Geschichten der Mönche zeigen, wie auch
schwierige Situationen des Alleinseins manchmal in gute, segensreiche
Zeiten verwandelt werden können. „kreuz und quer“ zeigt dazu am
Dienstag, dem 28. April 2020, um 22.30 Uhr in ORF 2 Waltraud
Paschingers neue Doku „Gut allein sein“. Um 23.05 folgt die
Dokumentation „Liebe ist nichts für Feiglinge“ von Michael Cencig und
Birgit Foerster.
„Gut allein sein“ – Ein Film von Waltraud Paschinger
„Was macht einen Mönch aus? Es ist einer, der Einsamkeit als Segen
erleben kann, nicht als Isolation, sondern als Chance“, ist Otto
Strohmaier, der ehemalige Abt von St. Lambrecht, überzeugt. Aber der
Weg dorthin ist mit Angst und Zweifeln gepflastert. Seit zwei Monaten
ist das Leben ein anderes und für viele, die die Zeit in
COVID-19-Quarantäne verbringen oder krank sind, ist es sehr einsam.
Regisseurin Waltraud Paschinger ist für „kreuz und quer“ der Frage
nachgegangen, ob man von Mönchen etwas über die Bewältigung von
Einsamkeit und Isolation erfahren kann.
Auch für die Benediktinermönche, die das altehrwürdige Stift
verwalten, ist diese Situation neu. Doch ihr klar geregelter, immer
gleicher Tagesablauf aus beten und arbeiten vermittelt auf den ersten
Blick das Gefühl, hier sei alles unverändert und schmerzende
Einsamkeit nur eine weit entfernte Randerscheinung. Ein klar
strukturierter Tagesablauf scheint das eine Geheimnis gegen
Einsamkeit zu sein, aber das zweite ist ein individueller Kampf, denn
Einsamkeit ist nicht „allein zu sein, sondern allein gelassen zu sein
– von Gott und/oder allen anderen verlassen zu sein“. Es sind keine
Besser-Leben-Tipps, die die Mönche geben. Es sind ihre Geschichten
von einsamen Entscheidungen, Kreativität als Ventil oder unendlicher
Einsamkeit mitten unter Menschen, ihre Schlüsse daraus und ihre
Lebensweisheiten, die berühren. „Natürlich hilft der Glaube. Aber
Gott kommt nicht auf Knopfdruck, er lässt sich nicht ,herbeamen‘,
wann immer man ihn gerade braucht“. Einsamkeit zu bewältigen ist
Arbeit. Sie führt in die Untiefen der Seele. Sie zuzulassen kann den
Blick für neue Möglichkeiten eröffnen. Wenn man die Beschallung von
außen durch andere einmal abschaltet, gezwungen oder freiwillig,
lernt man sich selbst neu kennen und vielleicht auch mögen. Inmitten
der monumentalen Gemäuer des Stiftes St. Lambrecht, inmitten seiner
verborgenen Gärten, seiner geheimnisvollen Bibliothek und seiner
prunkvollen Räume, wandelt sich Einsamkeit Schritt für Schritt zu
einer Chance.
„Liebe ist nichts für Feiglinge“ – Ein Film von Michael Cencig und
Birgit Foerster
Wenn zwei Menschen sich dazu entschließen, den Rest ihres Lebens
gemeinsam zu verbringen, ist selten vorhersehbar, welche
Schwierigkeiten und Hindernisse auf sie zukommen werden. Und im
Rückblick fragt man sich bisweilen, wie diese Schwierigkeiten und
Hindernisse gemeistert wurden. In der Dokumentation „Liebe ist nichts
für Feiglinge“ (23.05 Uhr) hören Michael Cencig und Birgit Foerster
fünf Paaren dabei zu, wie sie sich solche(n) Fragen stellen.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRF






