NEOS begrüßen Neustart-Modell für Schulen

Künsberg Sarre: „Der Stufenplan bringt Erleichterung und Perspektive für Kinder, Eltern und Lehrkräfte. Klarheit braucht es nun auch für Kindergärten, Lehre und Erwachsenenbildung.“

Wien (OTS) - Das heute von Minister Faßmann vorgestellte Konzept für die Wiederaufnahme des Schulbetriebs bewertet NEOS-Bildungssprecherin Martina Künsberg Sarre vorsichtig positiv: „Es ist gut, dass es nun ein Datum und ein Modell für den Neustart gibt. Der Stufenplan, den wir NEOS schon lange fordern, bringt Erleichterung und Perspektive für Kinder, Eltern und Lehrkräfte. Wichtig ist uns, dass dabei der Fokus nicht nur auf dem Fachunterricht liegt, sondern dass wieder alle Kinder ins Boot geholt werden und auch Zeit bleibt, gemeinsam die Krise aufzuarbeiten“.

Was jedoch noch fehle, sei das Engagement für die anderen Bildungsbereiche. „Zur Bildung zählen laut Regierungsprogramm die Kindergärten, die Schulen, die Lehre und die Erwachsenenbildung. In der Krise stehen außer den Schulen nun alle diese Bereiche ohne zuständigen Minister da. Aber auch hier braucht es konkrete Pläne und Sicherheit,“ erinnert die NEOS-Bildungssprecherin.

Mehr Klarheit und Engagement für Kindergärten

Das Kompetenz-Wirrwarr um die Kindergärten sei allerdings um ein weiteres Kapitel reicher, wenn nun neben Ländern und Gemeinden auch noch zusätzlich auf den Gesundheitsminister verwiesen wird. „Eine Bundesregierung, die alle Bereiche der Wirtschaft und Gesellschaft koordiniert, darf bei der Elementarpädagogik nicht wegschauen. Was spricht dagegen, dass sich der Bildungsminister mit den Ländern an einen Tisch setzt, einen gemeinsamen Plan erarbeitet und bei der Umsetzung mithilft?“, fragt Künsberg Sarre. Von den Gruppengrößen bis zur Schutzausrüstung sei vieles zu klären. „Der Verband der Kindergarten- und Hortpädagoginnen und Hortpädagogen wünscht sich für das Personal Plexiglas-Visiere, wie man sie immer öfter in Apotheken und im Verkauf sieht. Diese schützen und lassen dennoch die Mimik sichtbar. Hier muss der Bund genauso aktiv werden und die Beschaffung koordinieren.“

Erwachsenenbildung darf nicht vernachlässigt werden

Klarheit, wie es weiter geht, brauchen auch die Institute und Trainer_innen der Erwachsenenbildung. „In der Branche der Erwachsenenbildung versteht niemand, warum Bildungsveranstaltungen mit zehn oder 20 Leuten verboten bleiben, wenn gleichzeitig von den Wirtshäusern bis zum Gottesdienst alles demnächst wieder öffnet“, berichtet die NEOS-Bildungssprecherin. „Wir unterstützen hier die Empfehlungen der KEBÖ, der Konferenz der Erwachsenenbildung Österreichs. Die Erwachsenenbildung braucht lange Vorlaufzeiten, damit Kurse und Lehrgänge überhaupt zustande kommen. Es muss jetzt Klarheit geschaffen werden, wann was wieder starten darf. Es geht um Weiterbildung gerade auch in der Krise und es geht um die Arbeitsplätze tausender Trainerinnen und Trainer“, so Künsberg Sarre abschließend.

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