Familienhärtefonds – Wimmer begrüßt Ausweitung auf alle Arbeitslosen, Mittel generell aber zu gering

SPÖ-Familiensprecherin kritisiert Ungleichbehandlung von Kindern

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Familiensprecherin Petra Wimmer sieht einen Erfolg der SPÖ in Sachen Familienhärtefonds: „Unser Druck, dass alle Familien, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind, Unterstützung bekommen sollen, hat gewirkt. Schließlich ist es auch für diese aktuell ganz schwer möglich, einen neuen Job zu bekommen“, so die SPÖ-Abgeordnete. Sie begrüßt, dass ÖVP und Grüne die SPÖ-Forderung aufgegriffen haben, alle Arbeitslosen und MindestsicherungsbezieherInnen in den Fonds einzubeziehen. „Unverständlich ist aber, warum jetzt erst recht eine Unterscheidung getroffen wird und Kinder aus Familien, die schon länger arbeitslos sind, deutlich weniger aus dem Fonds bekommen als jene aus Familien, die aktuell arbeitslos wurden. Sind diese Kinder und ihre Notlage weniger wert?“, so Wimmer. ****

50 Euro pro Monat seien eher ein „Tropfen auf den heißen Stein“, vor allem, wenn es die Unterstützung nur drei Monate lang gibt. Demgegenüber bekommen Familien, die seit Februar arbeitslos wurden, deutlich mehr. Wimmer fordert, dass die ursprünglichen Regeln des Familienhärtefonds für alle Familien mit Arbeitslosigkeit gelten. Außerdem müsse die Regelung verlängert werden. „Die hohe Arbeitslosigkeit wird uns länger begleiten als drei Monate – das sagt schon ein Blick auf die aktuelle Konjunkturprognose“, so Wimmer.

Insgesamt ergibt sich daraus, dass auch die 60 Mio. Euro für den Härtefonds nicht reichen werden. „Für die Wirtschaft wurden richtigerweise Milliarden aufgestellt, um Betriebe und Arbeitsplätze zu retten. Die Familien verdienen ebenso einen ordentlichen finanziellen Einsatz“, so die SPÖ-Familiensprecherin. Sie bekräftigte die zentrale Forderung der SPÖ, das Arbeitslosengeld auf 70 Prozent des Letzteinkommens zu erhöhen ebenso wie die Familienzuschläge in der Arbeitslosenversicherung. Das wäre die unbürokratischste Lösung mit Rechtssicherheit für die Betroffenen. (Schluss) ah

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