Coronavirus – Hammerschmid fordert konkreten Plan für schrittweise Schulöffnung

„1,1 Millionen SchülerInnen und über 300.000 Kindergartenkinder im Land haben keine Priorität für Regierung“

Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid vermisst weiter einen konkreten Plan, wie die stufenweise Öffnung der Schulen für den Unterricht und der Kindergärten funktionieren soll. Nach enormen Druck von Seiten der Opposition soll nun die stufenweise Öffnung am 15. Mai kommen. „Ich muss Sie aber leider enttäuschen: ein Datum macht noch keinen Plan“, so Hammerschmid. Es brauche endlich Antworten darauf, welche SchülerInnen bzw. welche Schulstufen ab wann in die Schule gehen sollen, was unter welchen Bedingungen unterrichtet werden soll und wie es für Risikogruppen geregelt wird. „Wieder einmal zeigt sich: 1,1 Millionen SchülerInnen und über 300.000 Kindergartenkinder im Land haben schlichtweg keine Priorität für diese Regierung.“ ****

Eine heute veröffentlichte Studie des IFES zeigt, dass die Hälfte der Eltern sich schwer tun, Homeoffice und Homeschooling unter einen Hut zu bringen. Ein Viertel der SchülerInnen habe keinen Zugang zu Laptop oder Tablet, zitiert Hammerschmid daraus. Hammerschmid brachte in ihrer Rede einen Entschließungsantrag der Oppositionsparteien ein, der die Regierung auffordert, bis zum 24. April 2020 „endlich einen detaillierten Stufenplan zur schrittweisen Normalisierung des Schul-und Kindergartenbetriebs, beginnend in der ersten Maihälfte, vorzulegen, der insbesondere für alle Schulstufen, Schultypen und alle Schülerinnen und Schüler in Österreich verbindliche Daten für den jeweiligen Schulbeginn festlegt, sowie Hygienepläne und individuelle Lösungen für Risikopersonen berücksichtigt“.

Es gebe verschiedene Varianten, wie man mit dem Unterricht wieder beginnen könne, so die ehemalige Bildungsministerin. Sinnvoll könnte etwa sein, den Unterricht gestaffelt in kleineren Gruppen abzuhalten mit Fokus auf die Jüngeren, dh. Volksschule und Sekundarstufe 1, weil in dieser Altersgruppe die Betreuungsfrage am dringendsten sei und auch das E-Learning bei den Kleinsten am schwierigsten sei. Außerdem sollte es einen Schwerpunkt auf Unterricht in den so genannten Hauptgegenständen geben. „Wir wissen: kein Modell ist perfekt und diese Art des Unterrichts darf nicht die Normalität werden. Aber es braucht einen Plan und wir müssen ins Tun kommen.“ Das muss auch für die Kindergärten gelten, betonte Hammerschmid. (Schluss) up/ah/mp

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