Wiens Ordensspitäler: Kontrolliertes Hochfahren der Leistungen

Die sieben gemeinnützigen Wiener Ordensspitäler fahren jetzt kontrolliert ihre Leistungen wieder hoch. Sicherheitsmaßnahmen bleiben aufrecht.

Wien (OTS) - Die Wiener Ordensspitäler beginnen jetzt damit, Leistungen kontrolliert wieder hochzufahren, um möglichst vielen Patienten zur Verfügung zu stehen, die unsere Hilfe brauchen. Wir gehen dabei sehr umsichtig vor, um auch weiterhin im Notfall für ein erhöhtes Aufkommen von Menschen mit Covid-19 gerüstet zu sein“, sagt Prim. Dr. Manfred Greher, Sprecher der Wiener Ordensspitäler(1) (Ärztlicher Direktor des Herz-Jesu Krankenhauses).

Die sieben gemeinnützigen Wiener Ordensspitäler, in denen jeder fünfte Wiener Spitalspatient behandelt wird, haben zuletzt ihre Kapazitäten in Abstimmung mit der Stadt Wien auf den Versorgungsauftrag hin ausgerichtet, notfalls eine wichtige Rolle in der Versorgung von Menschen mit Covid-19 zu übernehmen. Dafür wurden Prozesse für die Betreuung von Covid-19-Patienten angepasst, Mitarbeitende geschult, die Intensivbereiche massiv ausgeweitet und Beatmungsplätze geschaffen. Derzeit stehen in Wiens Ordensspitälern rund 70 Intensivbetten zur Verfügung, die auf knapp 100 aufgestockt werden können. Außerdem wurden die planbaren Leistungen heruntergefahren und nur akute Fälle betreut, um Ressourcen für den Fall eines starken Andrangs von Covid-19-Patienten frei zu halten.

„Jetzt geht es darum, die Kapazitäten der Ordensspitäler auch jenen Patienten wieder zugänglich zu machen, die keine Akut- oder Notfälle darstellen, sondern eine planbare Behandlung benötigen, und die bisher aufgrund der Covid-19-Krise abgewiesen werden mussten“, so Prim Greher. „Den Ordensspitälern ist bewusst, dass das für viele Patienten ein ernstes Problem dargestellt hat, und wir ersuchen sie für diese Maßnahmen um Verständnis.“

Kein Vollbetrieb in den kommenden Wochen - Sicherheitsmaßnahmen bleiben aufrecht

Um auf eventuell wieder steigende Häufigkeiten von Covid-19-Infektionen im Bedarfsfall rasch reagieren zu können, wird auch in den kommenden Wochen kein Vollbetrieb gegeben sein. Auch weiterhin sollen im Sinne einer Infektionsprophylaxe zum Schutz von Patientinnen und Patienten und Mitarbeitenden nicht unbedingt notwendige soziale Kontakte vermieden und die Besuchsrechte möglichst restriktiv gehandhabt werden. Alle Patientinnen und Patienten müssen vor der Aufnahme getestet werden, um deren Sicherheit und die Aufrechterhaltung des Systems zu gewährleisten.

Ordensspitäler auch weiterhin in den Krisenstab der Stadt Wien eingebunden

Die Ordensspitäler sind auch weiterhin in den Krisenstab der Stadt Wien voll eingebunden und Teil der abgestimmten Intensivbettenverteilung. Damit kann bei einem möglichen Pandemie-Höhepunkt Träger-übergreifend im Fall einer Bettenknappheit für eine zeitnahe Vermittlung von Notbetten zwischen den Häusern gesorgt werden.

Die sieben Wiener Ordensspitäler handeln im Auftrag der Stadt und haben einen öffentlichen Versorgungsauftrag. Von gewinnorientierten Privat- und Belegspitälern oder Klinikbetreibern unterscheiden sie sich darin, dass bei ihnen jeder Euro in den Unternehmen verbleibt und den Patientinnen und Patienten zu Gute kommt.

(1) Barmherzige Brüder Krankenhaus (2. Bezirk), Franziskus Spital Landstraße (3. Bezirk) und Franziskus Spital Margareten (5. Bezirk), Herz-Jesu Krankenhaus (3. Bezirk), Barmherzige Schwestern Krankenhaus Wien (6. Bezirk), Orthopädisches Spital Speising (13. Bezirk), St. Josef Krankenhaus (13. Bezirk), Göttlicher Heiland Krankenhaus (17. Bezirk)

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