Bundesheer: Unterstützung aus der Luft bei Brandbekämpfung

Bereits 450.000 Liter Wasser bei sechs Einsätzen geflogen

Wien (OTS) -

Im Jahr 2020 unterstützten die „Firefighter“ der Luftstreitkräfte des Bundesheeres bereits sechs Mal zivile Einsatzkräfte bei Wald- und Schilfbränden in den Bundesländern Tirol, Salzburg, Steiermark, Niederösterreich und Burgenland. Die Besatzungen waren knapp 40 Stunden mit Hubschraubern der Typen S-70 Black Hawk, Agusta Bell 212 und Alouette III sowie der Pilatus PC-6 Turbo Porter im Einsatz. Mittels spezieller Verfahren und Abläufe wird entweder aus nahegelegenen Seen und Flüssen Wasser zur Löschung von Brandherden entnommen oder die Einsatzkräfte befüllen die Löschbehälter mit Wasser aus den vor Ort befindlichen Löschfahrzeugen. Bis heute wurden in Summe 450.000 Liter Wasser bei Löscheinsätzen transportiert. Im Jahr 2019 wurden bei insgesamt 18 Einsätzen 567.000 Liter geflogen.

„Die Experten der Luftstreitkräfte des Bundesheeres bekämpfen mit ihren Flugzeugen im Rahmen von Assistenzeinsätzen Brände aus der Luft, wenn dies mit normalen Mitteln nicht mehr möglich ist. Schulter an Schulter mit den zivilen Einsatzorganisationen sorgen die Soldatinnen und Soldaten für die Sicherheit und den Schutz der Österreicherinnen und Österreicher. Die Bevölkerung kann stolz auf ihr Bundesheer sein“, so Verteidigungsministerin Klaudia Tanner, die sich auch beim Landesfeuerwehrkommandant von Niederösterreich, Dietmar Fahrafellner, für die gute Zusammenarbeit bedankte.

Wenn Assistenzeinsätze zur Brandbekämpfung geflogen werden, wird im Anlassfall immer ein erforderliches „Gesamtpaket geschnürt“, d.h. es werden alle Flugbetriebsdienste, von der Einsatzbereitschaft der Militärflugplätze mit Betankungsmöglichkeit über die notwendige Flugwetterberatung bis zum Einsatz von mobilen Elemente zur Fliegerleitung sowie zum Betanken der Luftfahrzeuge vor Ort, bereitgestellt.

Der Mehrzweckhubschrauber S-70 Black Hawk kann bei einem Flug bis zu 3.000 Liter Wasser, die Agusta Bell 212 bis zu 1.000 Liter, die Alouette III bis zu 500 Liter und die Pilatus PC-6 Turbo Porter bis zu 800 Liter Wasser transportieren. Neben den Löschflügen wurden die Hubschrauber auch zum frühzeitigen Erkennen von Glutnestern und möglichen Gefahrenpotentialen aus der Luft eingesetzt. Die Hubschrauberbesatzungen geben bei diesen Verfahren die Informationen an die Einsatzkräfte am Boden weiter, die so zeitnah die notwendigen Maßnahmen zur Brandbekämpfung setzen können.

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