„Thema“ über „Die neue Normalität“: Lockerung und Überwachung

Außerdem am 20. April um 21.10 Uhr in ORF 2: Kampf dem Virus – Wettlauf um die besten Wirkstoffe, 24-Stunden-Pflege in der Krise und Corona-Isolation

Wien (OTS) - Christoph Feurstein präsentiert in „Thema“ am Montag, dem 20. April 2020, um 21.10 Uhr in ORF 2 folgende Beiträge:

„Die neue Normalität“ – Lockerung und Überwachung

Jeden Tag ist die Bereitschaftseinheit Covid 19 der Wiener Polizei unterwegs und kontrolliert vor allem das Verhalten in Parks und Geschäften. Die meisten Anzeigen gibt es, weil der Mindestabstand von einem Meter nicht eingehalten wird. Aufsehen erregt hat der Fall einer Mutter, die 500 Euro Strafe zahlen sollte, weil ihr Kind beim Ballspielen anderen Kindern zu nahe gekommen war. Wie sehr sich die österreichische Bevölkerung an die Ausgangsbeschränkungen hält, zeigen Analysen der Grazer Firma Invenium, die Mobilfunksignale dafür nutzt. In den Städten bleiben bis zu 40 Prozent mehr Menschen zu Hause als vor der Krise. Am Land sind die Zahlen niedriger und in einigen Gemeinden hat sich, was die Mobilität der Bewohner/innen betrifft, kaum etwas verändert. Warum das so ist und wie die Menschen mit der „neuen Normalität“ fertig werden, haben Christoph Bendas, Oliver Rubenthaler und Eva Kordesch recherchiert.

Kampf dem Virus – Wettlauf um die besten Wirkstoffe

Nur ein Medikament oder ein Impfstoff gegen das Coronavirus kann die Pandemie stoppen und die weltweiten Einschränkungen beenden – die Forschung läuft auf Hochtouren. In acht Ländern Europas hat gerade eine WHO-Studie mit 3.000 Patientinnen und Patienten begonnen – größter Hoffnungsträger ist Remdesivir, eine Entwicklung des Österreichers Norbert Bischofberger. Der Top-Forscher aus dem Bregenzer Wald lebt in Kalifornien und hat das Medikament ursprünglich gegen Ebola entwickelt. Sabina Riedl spricht mit ihm und mit Michael Joannidis. Er ist Leiter der Intensivmedizin des Uniklinikums Innsbruck, das an der WHO-Studie teilnimmt. Wie schnell kann es gehen und wo liegen die Chancen und Risken, experimentelle Substanzen an Schwerkranken zu testen?

24-Stunden-Pflege in der Krise – Hoffnung auf Lösungen

Emma Gradischnigg feiert heuer ihren 101. Geburtstag. „Ohne ihre beiden Betreuerinnen Teresia und Mariana wäre sie nicht so alt geworden“, erzählt ihr Enkel Thomas Schröttner. Die Slowakin Teresia ist seit sechs Wochen bei ihr. Wann sie nach Hause fahren darf, ist ungewiss, denn die zweite Betreuerin Mariana, die sie ablösen soll, sitzt in der Slowakei fest. Wie die meisten 24-Stunden-Betreuerinnen scheitern die beiden an strengen Quarantänebestimmungen, teuren Corona-Tests und fehlenden Transportmöglichkeiten. Doch langsam zeichnen sich Lösungen ab, berichtet Sonja Hochecker.

Corona-Isolation – Büro, Schule und Kindergarten in den eigenen vier Wänden

Vor fünf Wochen, am Beginn der Corona-Maßnahmen, hat „Thema“ die Familie Schock besucht. Seither ist Vesta Schock nicht nur Angestellte im Homeoffice, sondern auch Ganztagslehrerin und Kindergärtnerin für ihre beiden Kinder. Die Maßnahmen der Bundesregierung zwingen die Alleinerzieherin, ihren Job immer tiefer in die Nacht zu verlagern, um untertags für ihre Kinder da zu sein. Wie geht es den Österreicherinnen und Österreichern mit den Ausgangsbeschränkungen? Überraschend gut, sagt eine aktuelle Studie. Weniger überraschend: Wie gut man die Isolation verkraftet, hängt auch von der Größe der Wohnung ab und ob man diese mit Kindern teilt. Martin Steiner berichtet.

Rückfragen & Kontakt:

http://presse.ORF.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF0010