- 16.04.2020, 21:30:02
- /
- OTS0170
Oö. Volksblatt: "Zuerst denken" (von Markus EBERT)
Ausgabe vom 17. April 2020
Utl.: Ausgabe vom 17. April 2020 =
Linz (OTS) - Es wird kaum jemand dem Tiroler LH Günther Platter
widersprechen, wenn er betont, es müsse eine „tiefgreifende Analyse“
des Corona-Krisenmanagements geben. Das ist für die Länderebene
ebenso zutreffend wie für das, was die Bundesregierung in nunmehr
fünf Wochen Ausnahmezustand getan hat.
Aber, auch das ist unbestritten: Für eine Analyse braucht es einen
Anfang und ein Ende dessen, was man unter die Lupe nimmt. Denn nur
dann kann man die richtigen Schlussfolgerungen ziehen, die umso
wichtiger sind, als daraus die Lehren für die Zukunft abgeleitet
werden müssen. Denn so viel ist klar: Das Coronavirus wird sich nicht
einfach sang- und klanglos wieder verabschieden, und dass eine neues
Virus mit einem solchen Bedrohungspotenzial auftaucht, ist nicht
auszuschließen.
Lernen für künftige Krisensituationen ist also ohnehin Pflicht — und
zwar die der Entscheidungsträger ebenso wie die der Bürger.
Wer jetzt — wie insbesondere die Kickl-Hofer-FPÖ, zunehmend aber auch
die SPÖ — schon weiß, was alles schiefgelaufen ist und wie man das
alles besser hätten abwickeln können, ist ein Luftschlossfabrikant.
Aber es führt uns dorthin, woran Tagespolitik oft krankt: Vom „zuerst
denken, dann reden“ halten manche einfach nichts.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVB






