- 16.04.2020, 14:59:51
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Coronavirus – Kucher kritisiert Regierung für „täglich präsentierten Fleckerlteppich statt einheitlicher Strategie“
„Unterstützung bei Contact Tracing besser von Hausärzten“
Utl.: „Unterstützung bei Contact Tracing besser von Hausärzten“ =
Wien (OTS/SK) - „Kein Mensch kennt sich bei dem Fleckerlteppich an
Aussagen und Maßnahmen mehr aus, den die Regierung in ihren täglichen
Pressekonferenzen präsentiert. Österreich braucht eine
österreichweite, einheitliche, klare Strategie für Risikogruppen wie
Menschen in Pflegeheimen, bei Schutzausrüstungen, bei den Tests und
keinen Fleckerlteppich“, so SPÖ-Gesundheitssprecher Philip Kucher zur
heutigen PK der Minister Anschober und Nehammer. Kritik übt Kucher am
Vorstoß des Innenministers, dass auch Polizisten „Contact Tracing“
machen sollen: „Die Polizei hat Sicherheitsaufgaben wahrzunehmen, es
ist nicht ihre Aufgabe, Contact Tracing zu machen. Wenn die
Gesundheitsbehörden hier Unterstützung benötigen, könnte das von den
HausärztInnen gemacht werden. „Die haben guten Kontakt zu ihren
PatientInnen, kennen die Familienverhältnisse und unterliegen der
Schweigepflicht“, so Kucher. ****
Kritisiert wird von Kucher auch, dass in den von Anschober heute
präsentierten Maßnahmen, zwar mehr getestet werden soll, aber
Kontaktpersonen von Corona-PatientInnen noch immer nicht zur Testung
vorgesehen sind. „Das ist aber unbedingt nötig, um Infektionsketten
zu durchbrechen und die Ausbreitung des Virus einzudämmen.“ Auch ist
nicht klar, wer genau in den Pflege- und Altenwohnheimen getestet
werden soll. Und „völlig unverständlich“ ist für Kucher, dass man
24-Stunden-BetreuerInnen nicht testet. Auch hier wird unnötigerweise
die Gesundheit von zu Pflegenden und Pflegerinnen riskiert, die aus
dem Ausland hierherkommen, ihre Familien verlassen, um hier zu
helfen. „Das ist unfair und unverantwortlich“, so Kucher.
Während Deutschland die Tests bis Ende Mai auf 500.000 pro Tag
hochfahren und ein bundesweit einheitliches Testsystem aufbauen will,
kommt Österreich auch hier nicht vom Fleck. „Vielleicht wäre es
besser, mehr in die Grundlagenarbeit zu investieren und sich weniger
um die tägliche Inszenierung zu kümmern. Da hätten die Menschen, die
sich Sorgen machen, wie das Leben in Österreich gut weitergehen kann,
mehr davon“, so der SPÖ-Gesundheitssprecher abschließend. (Schluss)
up/sl/mp
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