FPÖ – Hauser: Die Härtefallfonds-Sonderrichtlinie für Privatvermieter lässt die „Kleinen“ im Regen stehen

Ein Schmähpaket für die Privatvermieter - es ist sehr wenig bis nichts dahinter, reine Marketingshow der Regierung

Wien (OTS) - „Zum Überleben zu wenig - die Härtefallfonds-Sonderrichtlinie für Privatvermieter lässt die ‚Kleinen‘ im Regen stehen." So kommentierte heute FPÖ-Tourismussprecher NAbg. Mag. Gerald Hauser die aktuelle Unterstützung aus dem Härtefallfonds für die Privatvermieter.

„Zuerst ist anzumerken, dass es sich nicht nur um die Privatzimmervermieter, sondern um die Privatvermieter allgemein handelt, also Zimmer- und Ferienwohnungsvermieter im Rahmen des häuslichen Zuerwerbs mit maximal zehn Betten. 80 Prozent der Privatvermieter vermieten Ferienwohnungen und nicht Zimmer mit Frühstück“, betonte Hauser, der sich über die falsch gewählte Begrifflichkeit in der Sonderrichtlinie wundern musste. „Leider hat sich Tourismusministerin Köstinger noch nie um die Belange und Sorgen der Privatvermieter gekümmert, da die Privatvermieter in der ‚Phase 1‘ des Härtefonds überhaupt vergessen wurden“, so der FPÖ-Tourismussprecher.

Anhand dieser Sonderrichtlinie des Härtefallfonds werden die Privatvermieter entschädigt. Dabei ist die Bemessungsgrundlage für die Entschädigung die Differenz des gleichen Zeitraums (jeweils ein Monat, 16. 03. 2020 bis 15. 04. 2020 im Vergleich zu 2019) des Vorjahres und dieses Jahres, von diesem Betrag sollen dann 50 Prozent pauschal für Ausgaben wie Frühstück, Reinigung, Heizung und Strom abgezogen werden. „Von dem so ermittelten Differenzbetrag 50 Prozent fiktive Kosten abzuziehen, ist nicht nachvollziehbar und unverschämt, da 80 Prozent der Privatvermieter Ferienwohnungen vermieten und kein Frühstück verabreichen und damit Frühstückskosten überwiegend nicht anfallen. Auch sonst ist der Abzug von 50 Prozent der Kosten nicht nachvollziehbar und zum Nachteil der kleinen Privatvermieter. Dies ist aber noch immer nicht der Entschädigungsbetrag, es werden nämlich nur 80 Prozent von dem errechneten Betrag als nichtzurückzahlender Zuschuss akzeptiert, maximal jedoch 2000 Euro und von diesem Betrag werden noch andere Einkünfte des Privatvermieters abgezogen, wie zum Beispiel das Einkommen für 20 Stunden Arbeit als Verkäuferin an der Kassa eines Lebensmittelgeschäftes“, so Hauser, der die Entschädigung für viele Privatvermieter nach dem ‚Härtefonds 2‘ wie folgt zusammenfasste: „Außer Spesen, nix gewesen.“

„Die Kleinsten lässt man schon wieder über die ‚Klinge springen‘. Der Härtefallfonds für Privatzimmer ist echt miserabel umgesetzt - nach den großen Ankündigungen muss ich jetzt feststellen - es ist sehr wenig bis nichts dahinter und wieder eine reine Marketingshow der Regierung“, kritisierte Hauser.

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