Isolations-Fatigue bleibt aus

Isolationsreport 2.0 – so erlebt die Bevölkerung die anhaltenden Maßnahmen zum Coronavirus

  • Ziel der fortlaufenden Trackingstudie mit mehreren Erhebungswellen war es, etwaige Verhaltens- und Einstellungsänderungen zu erkennen. Diese blieben jedoch weitgehend aus
    Lisa Patek, Marketingleiterin von Marketagent
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  • Tatsächlich lesen wir aber heraus, dass die Österreicher sehr gefestigt mit der Situation und den Einschränkungen umgehen. Die Isolationsmüdigkeit bleibt demnach mehrheitlich aus und die Moral ist nach wie vor gut
    Thomas Schwabl, Geschäftsführer von Marketagent
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Baden (OTS/Marketagent) - COVID-19 und die damit verbundenen Maßnahmen bestimmen seit mittlerweile einem Monat den Alltag der heimischen Bevölkerung. Wie die Österreicherinnen und Österreicher diese Ausnahmesituation managen und wahrnehmen, untersucht das digitale Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent. In seinem Isolationsreport wird die bundesweite Stimmungslage während der Corona-Zeit in mehreren Wellen erhoben, um den zeitlichen Verlauf sowie mögliche Veränderungen feststellen zu können. Nach einer ersten Erhebungswelle zu Beginn der Isolation folgt nun die Welle Nummer 2 vom 25. März bis zum 14. April und somit noch vor der Lockerung der Maßnahmen. Die aktuellen Ergebnisse zeigen: Die Isolation hält an und die österreichische Bevölkerung durch.

Die Isolationsmaßnahmen aufgrund des Coronavirus bedeuten eine enorme Umstellung und gehen mit einer Einschränkung der eigenen Arbeits- und Freizeitgestaltung einher. So nahmen knapp zwei Drittel der österreichischen Bevölkerung die Situation zu Beginn der Isolation wahr (65%). An diesem Eindruck hat sich bis zum 14. April kaum etwas verändert, wie der Vergleich mit den Ergebnissen der zweiten Welle verrät (64%). „Ziel der fortlaufenden Trackingstudie mit mehreren Erhebungswellen war es, etwaige Verhaltens- und Einstellungsänderungen zu erkennen. Diese blieben jedoch weitgehend aus, so Lisa Patek, Marketingleiterin von Marketagent. Wie lässt sich diese (fehlende) Entwicklung deuten? „Oberflächlich betrachtet könnte man meinen, dass die aktuellen Daten eine schlechte Kopie von jenen Werten unmittelbar nach dem Lockdown sind. Tatsächlich lesen wir aber heraus, dass die Österreicher sehr gefestigt mit der Situation und den Einschränkungen umgehen. Die Isolationsmüdigkeit bleibt demnach mehrheitlich aus und die Moral ist nach wie vor gut, ergänzt Geschäftsführer Thomas Schwabl.

Isolation leicht gemacht

Wie stellt sich diese Erkenntnis nun auf persönlicher Ebene, in den Einstellungen und der Alltagsgestaltung der Österreicherinnen und Österreicher, dar? Die Gelegenheit, sich auf Dinge und Tätigkeiten zu konzentrieren, zu denen sonst die Zeit fehlt, wird gemeinsam mit mehr Ruhe und Entspannung von jeweils mehr als 4 von 10 Befragten als besonders positiv an den Corona-Maßnahmen wahrgenommen (42%). Geschätzt wird außerdem die zusätzliche Zeit mit Familie, Partner und Kindern im eigenen Haushalt (37%), aber auch Liegengebliebenes wird nun im Vergleich mit der Zeit vor der Isolation von knapp jedem Zweiten vermehrt erledigt (47%). Die Attraktivität von Tätigkeiten zum Zeitvertreib wie Fernsehen oder das Schauen von Videos (54%) sowie das Surfen im Internet (46%) ist wie schon zu Beginn der Isolation ebenfalls am aufsteigenden Ast. Soziale Kontakte werden vermehrt durch Telefonieren (43%) sowie persönliche Nachrichten über WhatsApp oder SMS (36%) aufrechterhalten. Dadurch bleiben wie schon in Welle 1 vor allem das Internet (67%) und Handy bzw. Smartphone (64%) für etwa zwei Drittel der Befragten sowie Fernseher (55%) und Computer bzw. Laptop (51%) für mehr als jeden Zweiten unverzichtbare Begleiter in der Corona-Zeit.

Die soziale Isolation ist und bleibt der größte Wermutstropfen. Knapp zwei Drittel der Befragten (66%), unter den Frauen sogar mehr als 7 von 10 (73%), stört an den Maßnahmen am meisten, sich von Familie und Freunden fernhalten zu müssen. „Vor allem die Familie (58%), aber auch die Freunde (51%) gehören gemeinsam mit der eigenen Bewegungsfreiheit (54%) zu jenen drei Aspekten, die am stärksten vermisst werden“, beschreibt Lisa Patek. Der hohe Stellenwert des sozialen Umfeldes wird nochmals dadurch betont, dass die häufigste Sorge in Zeiten wie diesen nahestehenden Personen gilt, denen bei möglichen Erkrankungen nicht geholfen werden kann (57%). Wie in Welle 1 ist das Risiko, selbst zu erkranken, für gut zwei Drittel die zweitgrößte Sorge (34%).

Die Zeit in der Isolation tut dem Durchhaltevermögen der Österreicherinnen und Österreicher jedoch keinen Abbruch: Wie schon zu Beginn der Maßnahmen geben die Befragten auch nach knapp einem Monat an, durchschnittlich gut 10 Wochen unter diesen Bedingungen durchzuhalten (71 Tage). Dass die in Corona-Zeiten gesammelten Erfahrungen einen nachhaltigen Einfluss auf die Gesellschaft haben werden, erwarten dabei gut drei Viertel der Befragten (77%).

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