FPÖ – Vilimsky zu Coronavirus: Mitgliedsstaaten brauchen jeden Cent zur Bewältigung der Krise

EU-Kommission setzt falsche Prioritäten, wenn sie in der Corona-Krise 15 Milliarden Euro unter anderem für Afrika bereitstellen will

Wien (OTS) - „Die EU-Kommission sollte sich lieber darauf konzentrieren, die Krise innerhalb der EU zu meistern und nicht durch Milliardenzahlungen an Drittstaaten ihre außenpolitischen Ambitionen befriedigen“, kritisierte heute Harald Vilimsky, freiheitlicher Delegationsleiter im Europäischen Parlament. Er bezog sich dabei auf das Vorhaben der EU-Kommission, rund 15 Milliarden Euro an Nicht-EU-Staaten zur Bekämpfung von COVID-19 bereitzustellen.

„Wir müssen den Kampf gegen das Virus und gegen die daraus folgende Wirtschaftskrise zuerst auf unserem Kontinent meistern, bevor wir Ländern in Afrika Versprechungen geben“, meinte Vilimsky und verwies auf die schwierige Situation etwa in Italien oder Spanien. „Gerade diese Länder brauchen unsere Solidarität und jeden Cent zur Krisenbewältigung“, so Vilimsky.

Der freiheitliche EU-Abgeordnete warnte davor, die Krise ausnützen und daraus politisches Kapital schlagen zu wollen. „Die EU-Kommission und vor allem Kommissionspräsidentin von der Leyen versuchen mit Vorschlägen wie der Einführung von Corona-Bonds die Mitgliedsstaaten moralisch zu erpressen. Wir sind gegen diese falsche Form von Solidarität“, betonte Vilimsky.

„Die Menschen in Europa erwarten sich, dass ihre Staaten die Krise bewältigen können. Dafür brauchen sie jeden Cent. Überweisungen von Brüssel in die Türkei oder nach Afrika sind da nicht hilfreich. Wir müssen zuerst die Krise hier bewältigen, bevor wir über die Unterstützung anderer sprechen“, meinte Vilimsky.

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