SPÖ-Herr: „Mit Corona-Hilfen in eine klimafreundliche Zukunft“

Greenpeace-Studie zeigt Potenzial von Klimaschutz-Investitionen

Wien (OTS/SK) - „Die heute präsentierte Studie von Greenpeace zeigt das große Potenzial von Klimaschutz-Investitionen: Klug umgesetzt helfen sie ArbeiternehmerInnen und Unternehmen und ermöglichen einen tiefgreifenden Strukturwandel hin zu einer klimafreundlichen Zukunft“, so SPÖ-Umweltsprecherin Julia Herr heute, Donnerstag, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Herr brachte bereits vergangene Woche im Nationalrat einen Entschließungsantrag ein, der in dieselbe Kerbe schlägt und die Ausfinanzierung von Klimaschutz-Förderprogrammen über mindestens zwei Jahre vorsieht. ****

Die Greenpeace-Studie weist, so die SPÖ-Umweltsprecherin, konkret auf neue Arbeitsplätze hin, die im Zuge der Energiewende geschaffen werden können. „Heute sind wir mit einer Rekordarbeitslosigkeit konfrontiert und die Zahl der Betroffenen wächst immer weiter. Da dürfen wir die Möglichkeit etwa durch Photovoltaikausbau 200.000 neue Jobs zu schaffen nicht ungenutzt lassen“, fordert Herr. Die Zahl bezieht sich dabei auf das im Regierungsprogramm vorgesehene Ziel von elf Terrawattstunden Photovoltaikstrom und den Anspruch, eine Million Dächer mit Photovoltaik auszustatten.

Nicht nur der Photovoltaikausbau, auch die rasche Erhöhung von Förderungen für den Austausch der Ölheizungen sowie die thermischen Sanierung bieten nützliche Synergien: Nach dem Aufheben der Corona-Sperren kann durch Nachfragesteigerung Unternehmen in diesen Branchen effizient geholfen und weitere Jobs geschaffen werden. Dabei wird gleichzeitig der CO2-Ausstoß gesenkt. „Nicht nur die Klimakrise, auch die Corona-Krise macht es notwendig, mit Klimaschutz-Investitionen nicht länger zu warten, sondern jetzt zu handeln. Eine zusätzliche Klimaschutzmilliarde ist daher Gebot der Stunde“, so Herr weiter.

Teil der Studie ist auch die soziale Frage, sowohl hinsichtlich der Bewältigung der Corona-Krise als auch der Klimakrise. „Wir stehen vor riesigen Herausforderungen. Diese dürfen nicht allein von den ArbeiternehmerInnen gestemmt werden, sondern müssen von jenen finanziert werden, die es sich auch leisten können. Eine Millionärssteuer ist daher längst überfällig“, erklärt Herr. Die begonnene Debatte über die Besteuerung von Millionen-Erbschaften dürfe daher nicht folgenlos niedergebügelt werden. Im Gegenteil:
Millionärssteuern müssen zentrales Element der Finanzierung sein, egal ob von Unternehmenshilfen, unserem Gesundheitssystem oder Investitionen in den Klimaschutz, schloss die SPÖ-Umweltsprecherin. (Schluss) PP/ls

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