Mit erneuerbarer Energie aus der Corona- und der Klima-Krise

Photovoltaik-Ausbau schafft Arbeitsplätze, sauberen Strom und Wertschöpfung in Österreich

  • Ein wichtiger Schritt ist daher anstatt Geld für den Import fossiler Energie zu verschwenden, dieses in den Ausbau der Erneuerbaren zu investieren und somit die österreichische Wirtschaft zu stärken
    Herbert Paierl, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Photovoltaic Austria
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  • Zielgerichtete Investitionen in den Ausbau der erneuerbaren Energieträger wird die regionale Wirtschaft beleben und unsere Gesellschaft insgesamt unabhängiger und damit auch krisenfester machen
    Herbert Paierl, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Photovoltaic Austria
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Wien (OTS) - Die derzeitige Corona-Krise stellt für jeden einzelnen von uns und somit für die gesamte Gesellschaft eine noch nie dagewesene Herausforderung vor allem auch in wirtschaftlicher Hinsicht dar. Zur erfolgreichen Bekämpfung der Krise wurden bereits zahlreiche Maßnahmen gesetzt und weitere werden folgen müssen. Diese aktuell notwendige und konsequente Maßnahmensetzung kann aber auch als große Chance gesehen werden, um nicht nur die Corona-Krise zu überstehen, sondern auch der gravierenden und deutlich schwerer einzudämmenden Klima-Krise entgegen zu wirken. Wie in der heute veröffentlichten Studie von Greenpeace bestätigt, muss ein Corona Konjunkturprogramm geschnürt werden, um einen grünen Wiederaufbau nach der Krise zu veranlassen. Oberste Priorität muss neben dem anhaltenden Bekenntnis zur Energiewende die Unterstützung von Investitionen in eine nachhaltige Zukunft haben. Die Photovoltaik (PV) wird bis 2030 die aktuelle Leistung verzehnfachen, und damit den wesentlichsten Beitrag für die Umstellung liefern.

Zukunftsfähige Investitionen in Erneuerbare beleben die regionale Wirtschaft

Das von der österreichischen Regierung angepeilte Ziel der Energiewende hin zu 100% sauberen Strom erfordert gerade in diesen schwierigen Zeiten weiterhin ein tatkräftiges und unbeirrtes Handeln. Diese Umstellung ermöglicht neben der sauberen Stromversorgung auch Lösungen für die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen der Corona-Krise. Ein wichtiger Schritt ist daher anstatt Geld für den Import fossiler Energie zu verschwenden, dieses in den Ausbau der Erneuerbaren zu investieren und somit die österreichische Wirtschaft zu stärken, appelliert Herbert Paierl, Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands Photovoltaic Austria an die Regierung.

Vor allem die Möglichkeit der zeitnahen Realisierung von Photovoltaik Projekten bewirkt:

  • Sicherung und Schaffung von Arbeitsplätzen in den Bereichen Produktion, Installation und Betrieb
  • Langfristige Produktion von sauberem Strom
  • Regionale Wertschöpfung durch Errichtung und laufender Stromproduktion in Österreich

Zielgerichtete Investitionen in den Ausbau der erneuerbaren Energieträger wird die regionale Wirtschaft beleben und unsere Gesellschaft insgesamt unabhängiger und damit auch krisenfester machen“, ergänzt Paierl.

200.000 Arbeitsplätze für den PV-Ausbau benötigt

Der Ausbau der Erneuerbaren Energie wird vor allem durch eine Vielzahl an schlagkräftigen österreichischen UnternehmerInnen und zum großen Teil von KMUs umgesetzt. Mit dem rasanten und notwendigen Ausbau der Erneuerbaren geht ein steigender Bedarf an FacharbeiterInnen einher, womit die aktuell angespannte Situation am Arbeitsmarkt entlastet werden kann. Bis 2030 werden 200.000 Arbeitsplätze alleine in der PV-Branche geschaffen. Vor allem PV-Anlagen im Kleinanlagenbereich können sehr zügig errichtet werden, und ermöglichen damit rasche Wertschöpfung und schnelle Produktion von sauberem Strom. Bei größeren Anlagen verzögern aktuell noch administrative Hürden wie Betriebsanlagengenehmigung oder unterschiedliche Landesgesetze im Bereich der Bauordnung und des Elektrizitätsrecht die Umsetzung. Diese Hürden gilt es jetzt abzubauen und durch ein vernünftiges Erneuerbaren Ausbau Gesetz (geplant für 2021) zu ersetzen.

Erste Maßnahme bereits gesetzt – Weiteres unbeirrtes Vorgehen notwendig

Erfreulich ist, dass das Parlament rasch reagierte und in einem der bisherigen fünf Maßnahmenpakete für COVID-19 auch die Verlängerung der Inbetriebnahmefrist für größere PV-Projekte (ÖMAG-Förderung) beschlossen hat. Damit wird sichergestellt, dass durch die aktuellen Erschwernisse nicht fristgerecht fertig gestellte Projekte die Förderung nicht verlieren. Aber auch die PV-Kleinanlagenförderung, abgewickelt über den Klima- und Energiefonds, als wichtigste Impulsgeberin für private Investitionen muss umgehend gestartet werden und ausreichend dotiert sein. Gerade in diesen Tagen wird der Förderstart bereits dringend erwartet, um im österreichischen Gewerbe die Auftragslage anzukurbeln und die sonnige Jahreszeit voll nutzen zu können.

Rückfragen & Kontakt:

Bundesverband Photovoltaic Austria
Judith Pospischil
Franz-Josefs-Kai 13/12+13, 1010 Wien
Telefon +43 (0)1 522 35 81
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