Coronavirus: Österreich unterstützt Soforthilfeprogramm der WHO

Wien (OTS) - Die gestern vom Außenministerium gegenüber der APA angekündigten 2 Millionen Euro ermöglichen lebenswichtige medizinische Vorsorge, Behandlung und Informationsarbeit in Palästina, im Iran sowie in der WHO-Region Afrika und im östlichen Mittelmeerraum.

Staaten mit schwacher Gesundheitsversorgung sind von der COVID-19-Pandemie besonders betroffen, darunter mehrere Schwerpunktländer der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit. Burkina Faso und Palästina sind zwei davon. Laut Daten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist die Anzahl der CoV-Infizierten dort mit jeweils 345 bzw. 254 Personen relativ gering – noch. Denn ohne weitere Maßnahmen zur Eindämmung des Virus stehen die Gesundheitssysteme dieser und vieler weiterer Länder vor dem Kollaps. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hilft ihnen, die globale Herausforderung zu bewältigen. Mit 2 Millionen Euro leistet Österreich einen dringend benötigten Beitrag für zügige und koordinierte Hilfe vor Ort.

Rasche Hilfe und Solidarität als Gebot der Stunde

"Die Ausbreitung des Coronavirus hält die Welt und uns alle in Atem. Vor allem Menschen in Ländern mit nur mangelhafter Gesundheitsversorgung sind gefährdet. Für sie wäre der ungebremste Anstieg von COVID-19 fatal. Genau diese Menschen gilt es zu schützen. Rasche, unbürokratische Hilfe ist das Gebot der Stunde. Mit dem Beitrag für das COVID-19-Notfallprogramm der WHO kommt Österreich hier seiner Verantwortung nach“, so Martin Ledolter, Geschäftsführer der Austrian Development Agency (ADA), die für die Abwicklung der Gelder verantwortlich ist. Eine Million Euro stehen für das jeweilige WHO-Programm im Iran, in Palästina sowie in der östlichen Mittelmeerregion, eine Million für Afrika zur Verfügung.

„Wir schätzen die schnelle und großzügige Reaktion Österreichs. Sie ermöglicht dringend benötigte Unterstützung und zeigt Solidarität in einer Zeit, in der diese am meisten gebraucht wird“, sagt Gerald Rockenschaub, Leiter des WHO-Büros in Palästina. 250.000 Euro helfen dem palästinensischen Gesundheitsministerium bei der Bewältigung der Krise. Seit 5. März herrscht dort der Ausnahmezustand.

Beitrag zur Bewältigung der globalen Gesundheitskrise

Die Initiative der Weltgesundheitsorganisation steht unter dem Zeichen „Preparedness and Response“ – also Vorbereitung und Reaktion. Sie zielt in erster Linie darauf ab, eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern und die Gesundheitsversorgung im Iran, in Palästina sowie in der Afrika- und östlichen Mittelmeerregion widerstandsfähiger zu machen. Letztere umfasst 21 Staaten sowie das palästinensische Westjordanland und den Gazastreifen. In Afrika konzentriert sich die Unterstützung insbesondere auf die Länder Burkina Faso, Burundi, die Komoren, Mali, São Tomé und Príncipe sowie die Zentralafrikanische Republik. Mit der vorausschauenden Stärkung lokaler Strukturen berücksichtigen WHO und ADA außerdem die generell an Bedeutung gewinnende Verbindung zwischen langfristiger Entwicklungszusammenarbeit und akuter Soforthilfe.

Eindämmung – Bereitschaft – Reaktion

Das Programm informiert über großangelegte Kampagnen, wie man sich selbst und seine Mitmenschen bestmöglich vor einer Ansteckung schützen kann. Rund 20 Millionen Menschen profitieren allein in Afrika davon. Mit Schulungen und Trainings sowie der Beschaffung medizinischen Materials wappnet die WHO das lokale Gesundheitspersonal und Spitäler für die Behandlung von COVID-19-Patienten und unterstützt die Eindämmung weiterer Ansteckungen. Dabei arbeitet sie eng mit den Behörden vor Ort zusammen und setzt auch auf grenzübergreifenden Datenaustausch. So werden die Länder in der Bewältigung der Corona-Herausforderung auf nationaler wie regionaler Ebene gestärkt. Der österreichische Beitrag ermöglicht außerdem die Testung bzw. Isolierung von Verdachtsfällen, die Versorgung mit Schutzausrüstung sowie zielgerichtete Forschung.

Austrian Development Agency

Die Austrian Development Agency, die Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit, unterstützt Länder in Afrika, Asien, Südost- und Osteuropa bei ihrer nachhaltigen Entwicklung. Gemeinsam mit öffentlichen Einrichtungen, Nichtregierungsorganisationen und Unternehmen setzt die ADA derzeit Projekte und Programme mit einem Gesamtvolumen von 500 Millionen Euro um.

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Mag. Katharina Schreiber
Tel.: +43 676 83903414
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