Grüne Alsergrund/Kreutz: Baumfällungen in der Spitalgasse ohne Information mitten in der Corona-Krise

Wien (OTS) - Heftige Kritik übt die Bezirksvorsteherin-Stellvertreterin vom Alsergrund, Momo Kreutz (Grüne) an der Fällung von 16 großen Bäumen in der Spitalgasse entlang der Mauer des AKH. „Während die Alsergrunder*innen auf Grund der Ausgangsbeschränkungen zu Hause sind, wurden entlang des AKH mindestens 16 stattliche, für unser Klima unverzichtbare Bäume gerodet. Anrainer*innen waren entsetzt. Es fehlte jegliche Information im Vorfeld. Es ist unverantwortlich, angesichts des drohenden heißen Sommers die Bäume einfach wegzuschreddern. Diese Kreuzung zieht die Hitze extrem an und es wird künftig noch unerträglicher sein, dort vorbeizugehen. Es ist mir völlig unklar, aus welchem Grund diese Bäume gefällt wurden“, so Momo Kreutz schockiert.

„Im Dezember 2018 versicherte die Bezirksvorsteherin, dass sie den von den Grünen initiierten und mehrheitlich beschlossenen Antrag betreffend Vorinformation der Anrainer*innen ausführen wolle. Dem Auftrag, geplante Fällungen inklusive Begründung und vorgesehene Ersatzpflanzungen zu veröffentlichen, kam sie allerdings nicht nach“, so Kreutz.

„Jeder große Baum in einem dicht verbauten Gebiet ist ein wertvolles Kleinod. Jede Rodung dieser Bäume schmerzt und bedeutet Verlust von Lebensqualität. Deshalb ist es umso wichtiger, den Menschen rechtzeitig und nachvollziehbar zu kommunizieren, aus welchem Grund eine Fällung notwendig ist. Sowohl die Veröffentlichung geplanter, notwendiger Rodungen im Internet als auch vor Ort für Anrainer*innen ist notwendig“, fordert Kreutz und verspricht, dass sie das ändern möchte.

„Wir beschäftigen uns täglich damit, wie wir den dicht verbauten Alsergrund fit gegen die Klimakrise machen. Der Verlust jeden Baumes ist eine Katastrophe. Wie kann der Erhalt einer Mauer wichtiger sein als das Überleben von Bäumen? Hätte es nicht andere sinnvolle Maßnahmen gegeben, die das Weiterleben der Bäume ermöglicht hätten", fragt sich Christa Schmid, Grüne Bezirksrätin, verärgert. „Wir fordern mehr Transparenz und jetzt vor allem adäquate Ersatzpflanzungen und eine Zusage, dass diese Ersatzpflanzungen in den nächsten Jahrzehnten ausreichend bewässert werden um den Jungbäumen einen guten Anwuchs zu ermöglichen.“

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