NEOS/UNOS: Die Regierung darf nicht auf die geringfügig Beschäftigten vergessen

Bundessprecher Michael Schuster: „350.000 geringfügig Beschäftigte in Österreich brauchen eine Perspektive.“

Wien (OTS) - Besorgt zeigt sich UNOS-Bundessprecher Michael Schuster über die wirtschaftlichen Entwicklungen in Österreich. „Ich begrüße zwar, dass nach Ostern eine schrittweise Öffnung des Handels geplant ist, das darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sehr viele Betriebe davon nicht profitieren werden“, mahnt Schuster weitere Schritte der Bundesregierung ein. Wichtig sei bei diesen betroffenen Branchen, dass sie rasch mit nötiger Liquidität versorgt werden, so Schuster weiter. „Schlittern Unternehmerinnen und Unternehmer in die Insolvenz, dann stehen nicht nur sie vor den Trümmern ihrer Existenz – es gehen auch eine Vielzahl an Arbeitsplätzen unwiederbringlich verloren. Hier muss dringend weiter gegengesteuert werden, auch diese Unternehmer und ihre Mitarbeiter brauchen eine Perspektive.“

Ein Bereich, in dem dringend noch nachgebessert werden muss, ist das Modell der Kurzarbeit auch für geringfügig Beschäftigte auszurollen. „Es gibt rund 350.000 geringfügig Beschäftigte in Österreich – diesen unter die Arme zu greifen kostet vergleichsweise wenig, hilft aber vielen Menschen in Ausbildung oder mit Kinderbetreuungspflichten. Aus einer Win-Win- wird für diese Menschen eine Lose-Lose-Situation“, ärgert sich Schuster.

Die UNOS werden sich dafür einsetzen, dass es im Bereich der Kurzarbeit für geringfügig Beschäftigte zu einem vereinfachten Modell kommt. Für 50 Prozent der Arbeitszeit sollen 90 Prozent des Nettolohnes gezahlt werden. „Für Unternehmerinnen und Unternehmer besteht so die Möglichkeit, auch diese Menschen weiter in Beschäftigung zu halten – wir retten damit tausende Arbeitsplätze“, so Schuster, der weiters betont, dass für geringfügig Beschäftigte ein vereinfachtes Einreich-Verfahren ausreichen muss sowie die Wirtschaftskammer aktiv die Beantragung unterstützen soll.

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