Gebot der Stunde: Gesundheitszeugnis-NEU

Fritz Pöltl und Lazhar Nafati (FCG-ÖAAB AK-Fraktion): „Wiedereinführung einer effektiven Gesundheitskontrolle ist unumgänglich!“

Wien (OTS) - Aus aktuellem Anlass fordert AK-Kammerrat Lazhar Nafati die Wiedereinführung einer amtsärztlichen Bestätigung nach dem Infektionsschutzgesetz zur Sicherung der gesundheitlichen Anforderungen aller Beschäftigten beim Umgang mit Lebensmitteln. Bis Anfang 2003 hatten alle Personen, sowohl Arbeitgeber als auch Beschäftigte, im Hotel- und Gastgewerbe sowie Personen, die gewerbsmäßig bei der Herstellung und Behandlung von Lebensmitteln tätig sind, einmal jährlich eine verpflichtende Stuhluntersuchung und jedes zweites Jahr eine Lungenuntersuchung beim Amtsarzt vorzuweisen. Aus Kostengründen (rund 2,2 Millionen Euro) wurde das Gesundheitszeugnis jedoch eingestellt und durch Belehrungen, Dokumentationen und Maßnahmen der Arbeitgeber nach Leitlinien des Gesundheitsministeriums ersetzt.

Schutz für alle

„Zwar sind die Hygienebestimmungen durch das österreichische Infektionsgesetz umfassend geregelt worden, allerdings wissen wir nicht, welche derzeit noch unbekannten und seltenen Krankheiten uns nach Corona noch erwarten werden“, begründet Lazhar Nafati sein Verlangen. Die Salmonellenerkrankungen seien u.a. durch die HACCP-Richtlinie deutlich zurückgegangen, aber laut Statistik Austria wurden im Jahr 2006 rund 5000 Infektionen und 2018 immer noch rund 1500 gemeldet. AK-Kammerrat Lazhar Nafati appelliert daher an alle Verantwortlichen: „Bitte setzt unser Vorhaben um! Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts!“
FCG-ÖAAB AK-Fraktionsvorsitzender Kammerrat Fritz Pöltl ergänzt: „Es ist uns bewusst, dass wir von jedem Beschäftigten zum Schutz des Verbrauchers und zum eigenen Schutz ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Beachtung von Hygieneregeln erwarten dürfen. Allerdings verlangt die Situation um das Corona Virus, dass wir unbedingt auch umdenken und ganzheitlich vorbeugen müssen. Eine ähnliche Situation wie derzeit, möchte wohl niemand mehr erleben.“

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