Stopp-Corona-App: Transparenz schafft Vertrauen

ISPA begrüßt die Ankündigung, dass App weiterhin nur freiwillig zum Einsatz kommt.

Währinger Straße 3/18, 1090 Wien (OTS) - Im Zusammenhang mit technologiebasierten Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie sind wir vom Grundsatz überzeugt, dass nur eine möglichst vollständige Transparenz das notwendige Vertrauen schafft“, kommentiert ISPA Generalsekretär Maximilian Schubert die aktuelle Diskussion um den Einsatz der „Stopp-Corona-App“ des Österreichischen Roten Kreuzes. Die ISPA begrüßt daher die Ankündigung, dass die App freiwillig bleibt und auf open-source umgestellt werden soll. Damit kann ihr Quellcode und somit ihre Funktionsweise einer unabhängigen und neutralen Kontrolle unterzogen werden, um Ängsten in der Bevölkerung vor einer möglichen überschießenden Überwachung zu begegnen. „Die freiwillige und transparente Nutzung einer klar umrissenen App ist dem technisch völlig unzulänglichen Rückgriff auf Daten von Mobilfunkbetreibern im Verborgenen in jedem Fall vorzuziehen“, so Schubert.

Die österreichischen Nutzerinnen und Nutzer haben auf die veränderten Lebens- und Arbeitsumstände mit großer Bereitschaft reagiert, sich anzupassen. Mit Neugierde und Kreativität haben sich viele die Möglichkeiten des Internets erschlossen und nutzen es nun beruflich und sozial viel stärker und erfolgreicher als vor ein paar Wochen denkbar gewesen wäre. „Wir vertrauen auf die Fähigkeit der Nutzerinnen und Nutzer, selbst eine informierte Entscheidung treffen zu können. Wenn der Funktionsumfang der Anwendung verständlich kommuniziert wird und Daten nur im unbedingt notwendigen Ausmaß gespeichert und verarbeitet werden, wird sich die App von allein durchsetzen und freiwillig zum Einsatz kommen“, bringt Schubert den Standpunkt der österreichischen Internetwirtschaft zum Ausdruck.

„Da die App derzeit laufend adaptiert wird, werden wir ihre Entwicklung weiter mit großem Interesse verfolgen. Denn eines ist klar: weitere Schnittstellen zu anderen Datenquellen oder eine langfristige Speicherung der Daten, die schlussendlich wohl auch zu Überwachungszwecken genutzt werden könnten, lehnen wir als unverhältnismäßig ab“, macht Schubert abschließend deutlich.

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